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  • 11

    Nov

    Der achte Lauf der Challenger Series II auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya hätte nicht chaotischer, trauriger und fröhlicher sein können als ein teurer Tapas Abend im guten Lokal auf Las Ramblas.


    Zumindest, wenn man dort hört, dass es nicht zum 17. Mal am dritten Tag Paella gibt, dafür jedoch mit Broccoli gefüllten Blumenkohl, der dann aber ausverkauft ist und man sich nur noch volllaufen lässt. So ähnlich lief das Rennen von CraigoZ1. Nach einem DNF während der Safety Car Phase – das hat er tatsächlich geschafft – klopfte er bei Fortuna an der Tür, befriedigte sie französisch auf spanischem Grund und ruf somit ein Rennneustart hervor, bei dem er den sechsten Platz, und damit sein bestes Saisonergebnis, einfahren konnte.


    Woulley hingegen musste zuschauen. Bei der 15. Paella erlitt er anscheinend eine Lebensmittelvergiftung. Seine letzten bekannten Worte vor dem frühzeitigen Ausscheiden vor dem Renntag waren: „Diese flockenartigen Kräuter auf den Shrimps sind besonders lecker.“ Danach war er erst einmal nicht gesehen, weil er die Folgestunden nach dem Essen ein kleines Keramikzimmer bezogen hatte, in dem er nicht mehr brauchte als vier Wände, einen Thron und ungefähr 150 Rollen Toilettenpapier. „Ich habe an einem Tag fast so viele Körperflüssigkeiten verloren wie Craigo in seinem gesamten 14. Lebensjahr.“, stellte er am Abend nach dem Rennen fest. Die spanische Polizei fand später reihenweise abgelaufene Shrimps-Packungen im Restaurantmüll, datiert auf das Jahr 2016. Es ist unklar, ob die Gastronomie Schuld war oder jemand Fremdes, bei dem man nie erraten könnte, wer es war.


    CraigoZ1, auf jeden Fall, sah man an diesem Rennwochenende mit einem solch erheiterten Gemüt wie noch nie. Mit breiter Brust schlappte er durchs Paddock und war ausnahmsweise voller Euphorie gesprengt. ,,Spanien ist ein toller Ort. Ich mag die Strecke, ich mag das Essen und die Frauen sind hier mindestens so heiß wie Kscboys Hinterreifen in Runde vier.“, zeigte sich der Toro-Rosso-Mann gut gelaunt. Die Reporter waren sichtlich überrascht über die positive Stimmung beim allwöchentlichen Dauergriesgram und baten um Aufklärung. ,,Ich war die Woche sogar in Maranello bei Ferrari im Simulator. Ich habe dort mit dem Chefingenieur gearbeitet. Ich konnte eine Menge lernen und fühle mich vorbereitet. Außerdem herrscht durch Woulleys Abwesenheit eine bullenstarke Stimmung in der Garage.“, erklärte Craigo, der seinen Wagen im Quali auf Platz fünf stellte.


    Beim Start konnte er direkt einen Platz gutmachen, ehe er in Kurve eins zu früh einlenkte und sich den Flügel zerschrubbte. Ein Boxenstop in Runde eins und eine anschließende Aufholjagd auf den Mediums folgte. ,,Auf der härtesten Mischung hat sich das Auto anfangs wie eine Biergarnitur mit vier Rädern angefühlt. Der Pneu war da noch mindestens so hart wie ein Arbeitstag in Stalingrad. Aber hey, die Leute sagen ja immer, mit dem Alter kommt die Reife. Bei mir gilt: Mit dem Alter kommt der Reifen. Nach ein paar Runden hat der super funktioniert und ich war auf einmal auf P5.“


    Nach einem Renndrittel kam das Safety Car raus, das sich als suboptimal für die Rosso Strategen entpuppte. ,,Alle konnten einen frischen Satz Mediums aufziehen, wir hatten keinen übrig. Wir haben uns entschieden, ihn für Softs reinzuholen.“, erklärt Mattia Spini. Craigo fiel auf P8 zurück. Dann geschah etwas skurriles. Auf Start-Ziel fuhr Craigo in Icecuber rein und zerfetzte seine Radaufhängung: ,,Mir wurde gesagt, das Safety Car käme rein. Der Bernd wollte aber anscheinend noch eine Lila Rundenzeit setzen und blieb draußen. Ich war dann auf Vollgas, mein Auto wurde gedrosselt. Dann war es allerdings nicht mehr gedrosselt und ich bin in Icecuber rein. Der Lächerlichkeit dieser Szene zuschulden war ich nicht mal wirklich enttäuscht.“, beschreibt Craigo die Situation.


    Nach dem Safety-Car-Restart entschied sich die Serienleitung für einen Rennneustart. Das war Craigos Hoffnung: ,,Ich war zu dem Zeitpunkt schon Helbig und Kish in der Kommentatorenkabine besuchen. Dann habe ich die fröhliche Nachricht erfahren und bin direkt zu den Streckenposten gerannt. Ein Glück habe ich in meiner Jugend einen Kranführerschein gemacht. Ich hab den Marshall vom Sitz gerissen und meine blaue Göttin selbst zur Garage gebracht, damit die Mechaniker das Ding noch fix machen bis Rennstart.“, erzählt Craigo. ,,Damals war ich auch bekannt als CrainführerZ1.“ Eine riesige Pointe, für die er dann auch Applaus von den Journalisten bekommen habe. Zeitzeugen berichten von synchronem Stirnklatschen der Reporter.


    Ein erneuter Rennstart, diesmal halbe Renndistanz. Craigo erwischte einen schlechten Start und musste sich gegen Exhale geschlagen geben. Zwei Undercutversuche während des Rennens reichten nicht, um am Mercedes-Debütanten vorbei zukommen. In Runde 28 fuhr der Toro-Rosso-Pilot auf eine Vierergruppe auf, die um das Podium kämpfte. Force Indias Pro, Micha, Exhale und Kscboy allesamt duellierten sich beim Ausgang in Kurve zwei. Nicht mit der langsamen Geschwindigkeit rechnend fuhr der Rosso in Exhale hinein und beschädigte seinen Flügel. Ein erneuter Boxenstop ließ Craigo auf P9 zurück, allerdings kämpfte er sich auf frischen Supersofts bis Rennende noch auf Platz sieben vor und wurde nach einer Strafe Exhale's auf Position sechs gewertet. ,,Das Rennen war echt top, viele Duelle, viel Racing. Ein perfektes Auto. Schade um das Podium. Das Momentum werde ich nach Bahrain mitnehmen und dort hoffentlich weitermachen, wo ich aufgehört habe. Ich denke, dass Woulley mehr als motiviert in die Wüste anreisen wird, wenn er sieht, dass ich das beste Rennen eines Toro-Rosso-Fahrers aller Zeiten gefahren bin“, resümiert Craigo.


    Ein sichtlich blasser und Kohletabletten mampfender Woulley hatte sich derweil das Rennen aus seinem Keramikzimmer angesehen. Er konnte über dieses Urteil nur müde lächeln: „Er hat sich doch vor Glück noch mehr eingeschissen, als i… was weiß ich was.“ Woulley-Ersatz Buni schaffte es jedenfalls nicht, zusätzliche Punkte für die Faenzianer einzusammeln: „Bei ihm hat man die wahre Performance dieses Autos gesehen. Was ich da jede Woche schaffe, ist der Wahnsinn. Hoffentlich registriert unsere Führung das mal.“


    Nächste Woche trifft sich die Challenger Series II auf dem Bahrain International Circuit in Sakhir. Eine Strecke, die für Craigo eine Herausforderung darstellt. ,,Mein erster Sieg war in Bahrain. Das ist allerdings schon lange her. Damals mochte ich die Strecke. Mittlerweile finde ich das Kurvenlayout blöd. Ich werde sehen, was da abgeht, zum Glück ist Woulley dann wieder für Punkte zuständig.“

  • 08

    Okt

    Grove, Vereinigtes Königreich


    Trotz des mittlerweile doch eher Englischen Wetters in Grove, herrscht beim Williams Team, zur Zeit eine feucht fröhliche Stimmung. Die jüngsten Ergebnisse, vorallem des Challenger III Teams, lassen Teamchefin Claire Williams entzückt auflachen. Das Fahrer Duo um djiceflame und SAL_Helbig, die letzte Saison noch den inoffiziellen Titel der Crash-Boys inne hatten, lieferten in den ersten drei Saison Rennen, der Challenger III Series, überragende Leistungen, was so nicht unbedingt zu erwarten war. Belohnt wurden diese Leistungen mit der Führung in der Team WM, nach den ersten drei Rennwochenenden.


    Doch woher kommt dieser plötzliche Leistungsanstieg? Bei djiceflame liegt es wohl an dem endlich beendeten Umzug, welcher ein knappes Jahrzehnt gedauert hat. SAL_Helbig hingegen, hat auf einem Sponsoren Event, des Team Sponsors Martini, selber etwas aus dem Nähkästchen geplaudert. "Privat hat sich bei mir einiges zum Positiven geändert, weshalb ich in letzter Zeit eher ruhiger geworden bin und die ganzen Partys und Saufgelage mit anschließendem Beischlaf hinter mir gelassen habe." Laut Helbig wirkt sich dieser "Lebenswandel", auch auf seine Leistungen auf der Strecke aus: "Ich bin in vielen Situationen Intelligenter geworden und versuche nicht mehr auf Teufel komm raus an jemanden vorbei zu kommen wo es nicht geht." Die Gerüchte, wonach Helbig zur Zeit eine hübsche Blondine Daten soll, ließ er mit einem lächeln unkommentiert.


    Ob Williams in den nächsten Rennen an die bisherigen Leistungen anknüpfen kann, wird sich herausstellen. Laut Paddy Lowe kämpft das Team insbesondere mit den Vorderreifen, mit extremer Überhitzung. "Wir analysieren zur Zeit sämtliche Daten und Szenarien. Im Moment ist es allerdings so, dass unser Auto die härteren Mischungen mehr mag als die weicheren, weshalb wir schon in Barcelona auf die Mediums gegangen sind während sich andere für die Softs entschieden haben." , so der kahlköpfige Technische Direktor des Traditions Teams. Laut seiner Aussage verspricht man den Williams Fans auch in Austin wieder gut aufgestellt zu sein.

  • 27

    Nov

    Das zehnte Rennen der Challenger Series II fand in Belgien auf der Ardennenachterbahn in Spa Franchorchamps statt. Woulley holte zwei Trostpunkte während die Höhenänderungen innerhalb einer Runde Craigos Tourettetendenzen zum Vorschein brachten.


    Das Wochenende begann bereits mit einem Missverständnis. Als Woulley am Teamtreffpunkt eintraf, wunderten sich die Kollegen über die kleine Tasche. Inhalt: Ein Bademantel, ein Handtuch und Schluppen. „Da kommst du aber nicht weit mit.“, sagte Craigo feixend und zeigte mit dem Finger auf ihn. „Wir fahren in Spa, nicht ins Spa!“. Woulley sprach für den Rest des Wochenendes nur noch mit seinem Renningenieur, hatte ihm sein Teamkollege doch etwas anderes auf dem Handy mitgeteilt…


    Im Qualifying sah man die blauen Göttinen von sieben und vierzehn starten. Besonders über die ungewohnte Quali-Schwäche von Woulley wunderten sich viele. „Sind Sie schon mal in einem Bademantel Formel 1 gefahren?“, fragte er rhetorisch. „Durch die G-Kräfte flatterte der kleine Woulley fröhlich hin und her, das hat mich sehr abgelenkt.“


    In der Einführungsrunde halluzinierte Craigo und fuhr in einen McLaren von VeniVidiVici hinein, der eigentlich sechs Plätze weiter vorne war. Auch die roten Ampeln erloschen beim Sauerländer viel später als beim restlichen Feld: ,,Ich vertrag das ganze fettige Zeug hier nicht. Die Waffeln, die Pommes, die Frauen. Darunter leidet nicht nur mein Blutdruck, sondern auch meine Konzentration.", erklärte ein geistig abwesender Craigo. Auch sein Teamkollege wirkte in der Anfangsphase nicht voll bei der Sache und musste gleich dreimal den Flügel wechseln. Woulley: „Diese ständigen Schläge auf Hüftknochen und Rippen waren sehr unangenehm.“


    Craigo hatte in der ersten Runde zwei Plätze verloren und musste nun gegen ein rotlatenzigen LeBuex kämpfen. ,,Das hat mich ziemlich Nerven gekostet. Ich war in dem Moment auf 180 wegen meiner Halluzinationen, so nennt sie der Doktor zumindest. Ich bin mir bis heute sicher, dass an dem Tag einfach alles gegen mich war." In der Busstop Schikane schob ein Williams den Mercedes von Exhale quer, den Craigo wie schon in Bahrain wieder gerade bog. Einige Plätze verlor man trotzdem. ,,Wenn du dich auf Platz sieben qualifizierst, in der Einführungsrunde einen Bug hast, deine Ampeln später ausgehen als bei allen anderen, ein LeBuex dir das Leben schwer macht, du aufgrund unfähiger Mitstreiter erneut im Exhale hängen bleibst und dich dann auch noch Woulley überholt, dann hast du den Kaffee mehr auf als ein Tchibo-Stand auf dem Marienplatz am frühen Nachmittag.", erklärte der Rosso Pilot.



    In Runde drei war Craigo am Ausgang von Stavelot auf Vollgas um Icecuber auf der langen Vollgaspassage zu überholen. Er untersteuerte und fuhr in die Wand. Eine kaputte Radaufhängung sowie der zweite DNF der Saison folgten. ,,Ich war irgendwie froh über den Ausfall. Bei mir war das durchgehend heftigeres Fluchen als bei einem Hexer, der seine Midlife Crisis an unschuldigen Menschen auslässt.“, berichtete Craigo. Der Ausfall zog Konsequenzen mit sich. Franz Tost verriet, seinen wütenden Funkrebellen bis Monaco auf eine Buddha Reise nach Lamphun schicken zu wollen. ,,Er muss lernen seine Energie zu bündeln und in Geschwindigkeit und nicht in Zorn zu verwandeln. Ein weiser Fahrer sagte einst 'Love conquers all'. Nun soll auch Craigo die Kunst der Ruhe und der Liebe erfahren, um im Fürstentum zumindest eine Runde zu überleben.“, erzählte der Teamchef in Padmasana Haltung vor den Journalisten.


    Woulley arbeitete derweil an seinem Karma-Konto. Zu Beginn der Safety-Car-Phase war der Wahllokalmatador Letzter und hatte bereits eine Runde Rückstand auf das Führungsduo VeniVidiVici und Snuggle. „Dort bewies ich wieder einmal meine überragenden taktischen Fähigkeiten.“, erklärte Woulley. „Ich bin ohne Rücksicht auf Verluste an den beiden und dem Safety Car vorbei, gönnte mir die Fünf-Sekunden-Strafe und war kurze Zeit später wieder hinten am Feld dran.“ Dort wurde ihm jedoch das Chaos beim Restart zum Verhängnis. „Keine Ahnung, was da passiert ist, plötzlich ging da nichts mehr und ich hatte wieder einmal einen Flügelschaden. Immerhin kühlte es in der Zeit etwas ab, wenn ihr wisst, was ich meine.“ Mehr als die zwei Punkte waren am Ende jedoch nicht drin. „Jetzt weiß ich, wie sich Craigo in jedem Rennen fühlt, wenn er mal nicht ausscheidet. Da wäre ich auch dauer-frustriert.“


    Für das nächste Rennen geht es nach Monaco. In den Straßen von Monte Carlo werden die beiden Toro-Rosso-Piloten wieder nach Punkten jagen. „Da geht es eh nur ums Überleben“, weiß Woulley. „Wer ankommt, punktet. Hoffen wir mal, dass diese Marschrichtung Craigo nicht wieder überfordert.“

  • 09

    Mai

    Was für eine Sensation in Bahrain!
    Erst sah es gar nicht so aus für Renault in der Qualifikation das sie ne Chance haben in Bahrein ums Podium zu kämpfen ! Mit Platz 11 und 13 waren sie doch aber sehr zufrieden ! Doch dann kam alles anderes als erwartet Der Renault Pilot Exhale21 Schaffte es Tatsächlich auf Platz 3. Sind wir ehrlich damit hätte keiner gerechnet, klar sind gute Fahrer ausgefallen aber erstmal so ne Leistung hin zu kriegen ist auch nicht ohne, mit eine 1 stop Strategie ist der Renault Pilot auf Platz 3 gefahren. Man darf auch an merken das er seine ersten Führungsrunden hinter sich hatte. Das war auch Exhale21 sein erstes Rennen in dieser Saison. Exhale21 hat viel aufmerksamkeit dafür bekommen das er auf Platz 3 gefahren ist ! er darf bloß nicht übermütig werden. Nichts kommt von allein !


    Lassen wir aber auch uns über ButcherDevil reden, super rennen leider am ende ein Fehler gemacht sonst wäre mehr drin gewesen aber über Platz 7 darf man nicht meckern, beide Piloten sind jetzt schon sehr Stark. Obwohl ButcherDevil die Nase vorne hatte in der Qualifikation hatte Exhale21 die bessere Renn Pace, Aber das kann sich in Russland ganz schnell Ändern den viele sagten Butcherdevil ist Fahrer Nummer 1. Warum? Weil Mehr Erfahrung und die ersten beiden Rennen ist er super gefahren leider hat er in China zu schnell auf die Regenreifen gewechselt sonst wäre glaube mehr drin gewesen.

    Kommt Renault jetzt Richtig ins Rollen oder war es wirklich nur Purer Zufall?
    Wir glauben nein ! das war können und hartes Training von beiden Piloten, wir denken Renault wird best of the Rest werden da sie denke gegen Mercedes,Ferrari. Toro Rosso und Hass keine Chance haben werden! aber Eventuell kommt es doch anderes als erwartet, die Sasion ist noch Ziemlich Jung.

    Fazit : wenn Exhale21 weiter so macht wie in Russland wird best of the Rest und wird da sein wenn es knallt und zack ist er vorne dabei oder auch Butcher eventuell auch. Wir lassen uns überraschen und freuen uns auf Russland !


    Mit Diesen Worten Schöne Grüße aus Berlin von RTL :D

  • 29

    Okt

    Am vergangenen Dienstag in Aserbaidschan erzielte Toro Rosso mit dem zweitplatzierten Woulley das beste Saisonergebnis. Craigo kratzte mit dem elften Rang an den Punkten.


    Nachdem Funkgate in Australien unterzeichneten beide Piloten für den Grand Prix im Land des Feuers ein Gentlemens Halt-die-Fresse-wenn-ich-fahre Agreement, was die Kommunikation in den Sessions drastisch reduzieren sollte. Craigo hatte sich zuvor beschwert vom Teamkollegen abgelenkt worden zu sein. Wie sehr dieser Vertrag fruchtete, zeigte sich bei Craigo in der ersten Qualirunde. Er verlor Grip in Kurve zwei und schlug in die Wand ein. Somit startete er als Letzter. ,,Also, allein der Gedanke, dass Woulley was sagen könnte, lenkt mich schon ab. Mein Fehler geht zu 100% auf seine Kappe. Ich weiß nicht, wie lange ich das noch aushalte. Da wäre heute ein Streckenrekord drin gewesen." Woulley, der sich auf Rang elf qualifizieren konnte, reagiert auf Nachfragen wegen seines Teamkollegen genervt: „Streckenrekord? Für die langsamste Runde dort?“


    Die Startphase verlief positiv, beide fuhren nach Runde Eins auf den Positionen Fünf und Acht. Craigo konnte LamoTone überholen und zwang sich selber dann in einen Fehler. ,,Ich konnte Lamo nach Start Ziel in einen Fehler drängen. Leider habe ich mich dann gefreut und vergessen, dass Kurve Zwei zeitnah naht. Habe mich verbremst und den Flügel abgeknabbert. Woulley hatte zu dem Zeitpunkt ein bisschen hart geatmet, dementsprechend war meine Konzentration komplett weg." Reaktion Woulley: „Ja, das ist meine Schuld. Ich bin es wahrscheinlich auch Schuld, wenn er beim Wichsen vom Bett fällt und sich die Nase bricht.“


    Später überholten die nach hinten gefallenen McLaren von Christopher und VeniVidiVici sowie Williams-Ersatzpilot Helbig die Nummer Zwei von Toro Rosso. ,,Ich muss glaub eingestehen, dass ich heute langsam war. Zwischen meiner Bestzeit und der von Rennsieger kscboy liegen vier Sekunden. Im Rennsport kann man da schon von einer Differenz sprechen." Franz Tost bestätigt nach dem Rennen: ,,Die Woche war er nicht im Simulator. Set-up Arbeit wurde auch keine geleistet. Ironischerweise war es bei Woulley nicht anders und der fährt uns hier auf's Podium. Zumindest entpuppt sich eine Fahrerverpflichtung diese Saison als richtig.“


    Sein erstes Podium der Saison wusste dann auch Woulley ordentlich zu feiern - mit einem Williams-Fahrer, dessen Name wegen Unwichtigkeit bereits in Vergessenheit geraten ist, auf dessen Einweihungsparty. Zuvor diktierte er noch in die Mikrofone: „Ich bin das wohl beste Rennen eines Toro-Rosso-Fahrers aller Zeiten gefahren. Ich habe keine Fehler gemacht und das Maximum aus dem Rennen herausgeholt.“ Schlüssel zum Erfolg war die Ein-Stopp-Strategie, bei der er 16 Runden auf Ultra und 35 Runden auf Soft unterwegs war. „Das war von vornherein so geplant. Es war auf keinen Fall so, dass ich gefahren bin und dann dachte: ,Ach guck mal, das geht! Mal gucken, was noch geht! Oh, ich könnte Dritter werden, jetzt ziehe ich durch!’ So war das echt nicht. Wirklich nicht. Das war eine geile Idee von mir. Vorher schon. Also echt jetzt.“


    Ganz anders das Rennresümee von Craigo: ,,Ich hatte kein Vertrauen in mich und das Auto, ich wollte einfach heile ankommen. Das habe ich erreicht. Trotzdem sollte Ankommen nicht das Ziel sein, sondern endlich mal den Teamkollegen zu schlagen und Punkte zu sammeln", sagte er mit motivierender Note. Auch Woulley sprach seinem Teamkollegen Mut zu: „Meine für den Erfolg wichtigsten Eigenschaften sind Bescheidenheit und Selbstkritik. Das sollte er sich mal von mir abschauen. Manche legen das zwar als Arroganz aus, aber das habe ich gar nicht nötig.“


    Das nächste Rennen wird auf dem Shanghai International Circuit in China ausgetragen. Die Charakteristik könnte kaum unterschiedlicher zu Aserbaidschan sein. Nach sechs Rennen befindet sich Toro Rosso auf Platz Drei der Konstrukteurswertung. Wann Craigo anfängt dazu beizutragen, bleibt vorab eine unbeantwortbare Frage.

  • 09

    Mai

    Das Team bestehend aus Icecold_TIm und Mr_UnfamouS_97 sind heuer gut in die Saison gestartet. Mit 42 Punkten aus 3 Rennen führt man die Konstrukteurs-WM an und liegt somit vor Ferrari, Mercedes und Haas. ,,Tim und ich sind überzeugt und motiviert dass wir es schaffen können wenn wir konstant und vernünftig durch die Saison fahren", so Mr_Unfamous_97 nach dem Rennen in Bahrain als er zuvor den PowerSW machte und in Kurve 12 rausflog, während Tim nach einer bescheidenen Quali von P17 startete und sich im Rennen auf P4 vorkämpfte. Icecold_Tim nach dem Rennen: ,,Wir haben trotz der Team-WM Führung noch Verbesserungspotenziale. Wir wollen als Team noch öfter gemeinsam Punkten und unsere Zusammenarbeit noch weiter intensivieren, in Hinsicht auf Setup und Strategien.''


    Die 2 Teamkollegen kannten sich schon aus der letzten Saison und hatten schon des öfteren kleinere Duelle, deswegen auch dann der Wechsel von Mr_Unfamous_97 zu Toro Rosso nach der letzten Saison. ,,Ich denke ich habe bei Williams zwar vieles gelernt und da bin ich auch dankbar dafür, aber bei Toro Rosso habe ich meine Ziele vor den Augen und diese möchte ich auch verwirklichen und mit dem Team teilen.'' Auch Tim äußerte sich zum Thema: ,,Ich denke unsere Fahrerpaarung ist ideal. Mr_UnfamouS_97 als Mann für die besonderen Dinge und mich als konstanten Punktesammler ergänzen sich perfekt. Ich bin froh über die Entscheidung des Teams so einen starken Mann an meiner Seite verpflichtet zu haben.''

    Wir sind gespannt wie sich die restliche Saison für Toro Rosso entwickelt.


    Alles weitere werden wir Sonntag-Abend zu sehen bekommen, aus Sotschi mit der Stimme der Nation Helbig.



    ORF Österreichischer Rundfunk

  • 23

    Okt

    Am vergangen Dienstag reiste der Rennstall mit zweierlei Mienen nach Interlagos. Während auf Woulleys Seite der Garage zufrieden dreinschaute, nahm man den Mechanikern und Ingenieuren Craigos besorgte Gesichter ab. Brasilien galt als eine der schlechtesten Strecken Craigos.


    Angesprochen auf seine Erwartungen reagierte er angegriffen: ,,Was für Erwartungen? In Brasilien? Was weiß ich, fragen sie doch wen anders. Ich frag sie auch nich immer nach ihren Erwartungen. Was erwarten Sie, wenn sie heim kommen? Dass ihre Frau essen gekocht hat? Oder dass ihre Frau dann gerade mit einem anderen Mann schläft? Was sind ihre Erwartungen, he? Ist eine scheiß Frage, gell?".


    Im Qualifying fuhr Craigo auf P14, was seinen Erwart... was ein schlechtes Ergebnis ist. Auch während des Rennens fand er nie in einen Rhytmus. Am Radio beschwerte er sich über Untersteuern, das Auto war nicht richtig abgestimmt. Positiv herausgestellt hat sich die erneuerte Bremse. Außerhalb der Streckenbegrenzungen fand man den Toro Rosso Star nur zwei mal. ,,Joa, Bremse ist deutlich besser aber immer noch nicht gut. Ich lerne mit jeder Kurve, die ich nicht kratze, weil ich mich ja verbremse, dazu. In Australien wird das auch eine witzige Geschichte.", lacht Craigo und verweist auf die vorletzte Kurve. Am Ende des Rennens landete er auf Platz 10, was den Ausfällen seiner Vordermänner geschuldet ist. ,,Ich war der langsamste, das ist klar. Dementsprechend bin ich mit dem einen WM-Punkt super zufrieden. Ich mein, wenn ich als langsamster Pilot auf der Strecke schon Zehnter werde, wo platzier ich mich dann erst, wenn ich mal schnellster bin?", murmelt Craigo vor sich her, unaufmerksam gegenüber der eigentlichen Frage.


    Fragen, die sich Woulley nicht stellen brauchte. Er brachte das Rennen auf dem sechsten Platz Heim und sicherte dem Team wieder wichtige Punkte für die Konstrukteurs-WM. „Ich glaube, das war das beste Rennen eines Toro Rosso-Piloten aller Zeiten. Ich habe keine Fehler gemacht und das Maximum aus dem Rennen herausgeholt“, kommentierte er stolz. Zumal der 29-Jährige langsam dabei ist, den Umgang mit den Reifen zu verstehen: „Wir konnten vor der Saison ja nicht viel testen, außer der Staubentwicklung auf einer frisch gekauften CD. Unsere Ziele bleiben auch unverändert.“ Sprich, ähnlich wie sein Teamkollege: Lernen, lernen lernen. Woulley: „Die Reifen sind schwer zu verstehen. Da ich auch gerne mal eine Anleitung brauche, ob ich zuerst die Socken oder die Schuhe anziehe, dauert das natürlich ein bisschen länger. Aber es wird besser.“

    Für den italienischen Rennstall entpuppte sich Brasilien als unter dem Durchschnitt heraus, Tost sieht seine Fahrer in der Pflicht: ,,Nach dem guten Saisonstart und dem Auto, was wir jetzt haben, sollten mindestens 15 Kontrukteurspunkte pro Rennen drin sein." In einer Woche schickt das Team seine Piloten wieder auf die Strecke, dann auf dem Albert Park Circuit in Melbourne, Australien.

  • 23

    Okt

    Baku (Aserbaidschan)


    Als heute in Baku die obligatorische Medienrunde, der Challenger II Serie, auf dem Programm stand, sah man ein eher ungewohntes Gesicht im Paddock. SAL_Helbig, eigentlich Stammfahrer bei Williams in der Challenger III Serie, gesellte sich in die Mitte der bereit stehenden Journalisten und begrüßte sie mit einem freundlichen "yaxşı gün", was wohl so viel wie Guten Tag auf aserbaidschanisch heisst. Die Laune bei Helbig ist aussergewöhnlich gut, was nach den jüngsten Ergebnissen in seiner Stammserie auch nicht verwunderlich ist. "Natürlich waren die Ergebnisse in den letzten beiden Rennen wieder sensationell für das Team", so Helbig, der das Rennen in den USA auf dem 4. Rang abgeschlossen hatte, ehe er auf dem Circuit Paul Ricard in Frankreich, eine Qualifikationssperre absitzen musste. Diese hinderte ihn aber nicht daran, eine furiose Aufholjagd zu starten, in welcher er bereits in 10 Kurven nach dem Start 10 Plätze gut gemacht hatte und letztendlich noch den 5. Platz erreichte.


    "Das war aufjedenfall eine erste Runde nach Maß. Allerdings dürfen wir uns solche Strafen wie die Qualisperre nicht oft erlauben, denn so eine Runde gelingt dir nicht jedes Rennen." erzählte Helbig, der gespannt auf die kommenden Aufgaben blickt. Heute wird Helbig, SAL_DK1812 vertreten und somit versuchen das Fahrerfeld in der Challenger II Serie aufzumischen. " Ich freue mich auf das Rennen heute Abend. Hier sind einige starke Fahrer unterwegs und es herrscht ein enger Konkurrenzkampf. Ich möchte natürlich dem Team helfen und so viele Punkte wie möglich einfahren, dafür bin ich ja heute hier!" so Helbig leicht drohend in Richtung der Konkurrenz heute Abend. Auf die Frage ob die "Doppelbelastung" in dieser Woche mit dem Rennen heute Abend in den Gassen von Baku und übermorgen dann In Montreal ein Nachteil wäre, antwortete Helbig: " Als Nachteil empfinde ich das nicht. Im Gegenteil, ich bin Rennfahrer und liebe das Racing mit den Jungs. Ich sehe das Rennen heute sogar eher als Vorteil für Donnerstag, da ich mich schon 2 Tage vorher im Racing Modus befinde."


    Helbig scheint also gewappnet zu sein für die folgenden Aufgaben. Ganz nach dem Motto, Baku oder Montreal Hauptsache Racing!

  • 01

    Aug

    Grove, Vereinigtes Königreich


    Im Lager des britischen Tradionsrennstalls Williams, macht sich Erleichterung breit. Nach einem doch relativ erfolgreichen Saisonstart, fiel das Team und vorallem ihr Fahrer Helbig7, ab dem Monaco Grandprix, in ein Sommerloch. Hatte man das Auto in Monaco, ausgangs der Hafenschikane, noch in die Wand gesetzt, kam man in Kanada immerhin wieder ins Ziel, handelte sich aber eine empfindliche Strafe ein, da man beim Safetycar Restart einige Autos vor der Safetycarlinie überholte. Von da an war vorallem Helbig7, aber auch djiceflame, völlig von der Rolle und man kam mit beiden Autos weder in Baku, noch in Spielberg ins Ziel. Als Helbig7, dann auch beim "Heimrennen", in SIlverstone, die karierte Flagge nicht sah, war das Fiasko in Grove perfekt. In diversen Medien, hatte man sich schnell den Ruf eines Crash Teams aufgebaut und in der Illustrierten, "Daily Woulley", war sogar von einer "absoluten Peinlich Vorstellung" die Rede. Ab Ungarn konnte man sich aber aus der Krise kämpfen und holte in den nächsten 5 Rennen, als Team 59 Punkte, womit man die zweithöchste Ausbeute aller Teams nachweisen konnte. Nur Red Bull, mit Top Pilot fussball1571, konnte in dieser Statisktik mehr Punkte stellen. Der Aufschwung aus den letzten Rennen, stimmt Teamchefin Claire Williams glücklich, vorallem in Ausblick auf die nächsten Aufgaben und die neue Saison. "Es ist schön zu sehen, dass sich unsere Fahrer nach diversen Sprüchen und Anfeindungen in der Klatschpresse wieder rehabilitiert haben, ich küsse ihre Augen. Wir gehen zuversichtlich in die nächsten Rennen und wollen in der neuen Saison voll angreifen!", so die verrückt lächelnde Teamchefin. Was das Williams Team in der neuen Saison leisten kann und wo es dann stehen wird, grade im Hinblick auf die Regeländerungen mit dem neuen ERS System, werden die kommenden Wochen zeigen. Bis dahin können sich die Fans des Tradionsteams sicher sein, dass beide Fahrer alles dafür geben werden, sich aus den negativ Schlagzeilen raus zu halten.