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  • 23

    Okt

    Baku (Aserbaidschan)


    Als heute in Baku die obligatorische Medienrunde, der Challenger II Serie, auf dem Programm stand, sah man ein eher ungewohntes Gesicht im Paddock. SAL_Helbig, eigentlich Stammfahrer bei Williams in der Challenger III Serie, gesellte sich in die Mitte der bereit stehenden Journalisten und begrüßte sie mit einem freundlichen "yaxşı gün", was wohl so viel wie Guten Tag auf aserbaidschanisch heisst. Die Laune bei Helbig ist aussergewöhnlich gut, was nach den jüngsten Ergebnissen in seiner Stammserie auch nicht verwunderlich ist. "Natürlich waren die Ergebnisse in den letzten beiden Rennen wieder sensationell für das Team", so Helbig, der das Rennen in den USA auf dem 4. Rang abgeschlossen hatte, ehe er auf dem Circuit Paul Ricard in Frankreich, eine Qualifikationssperre absitzen musste. Diese hinderte ihn aber nicht daran, eine furiose Aufholjagd zu starten, in welcher er bereits in 10 Kurven nach dem Start 10 Plätze gut gemacht hatte und letztendlich noch den 5. Platz erreichte.


    "Das war aufjedenfall eine erste Runde nach Maß. Allerdings dürfen wir uns solche Strafen wie die Qualisperre nicht oft erlauben, denn so eine Runde gelingt dir nicht jedes Rennen." erzählte Helbig, der gespannt auf die kommenden Aufgaben blickt. Heute wird Helbig, SAL_DK1812 vertreten und somit versuchen das Fahrerfeld in der Challenger II Serie aufzumischen. " Ich freue mich auf das Rennen heute Abend. Hier sind einige starke Fahrer unterwegs und es herrscht ein enger Konkurrenzkampf. Ich möchte natürlich dem Team helfen und so viele Punkte wie möglich einfahren, dafür bin ich ja heute hier!" so Helbig leicht drohend in Richtung der Konkurrenz heute Abend. Auf die Frage ob die "Doppelbelastung" in dieser Woche mit dem Rennen heute Abend in den Gassen von Baku und übermorgen dann In Montreal ein Nachteil wäre, antwortete Helbig: " Als Nachteil empfinde ich das nicht. Im Gegenteil, ich bin Rennfahrer und liebe das Racing mit den Jungs. Ich sehe das Rennen heute sogar eher als Vorteil für Donnerstag, da ich mich schon 2 Tage vorher im Racing Modus befinde."


    Helbig scheint also gewappnet zu sein für die folgenden Aufgaben. Ganz nach dem Motto, Baku oder Montreal Hauptsache Racing!

  • 23

    Okt

    Am vergangen Dienstag reiste der Rennstall mit zweierlei Mienen nach Interlagos. Während auf Woulleys Seite der Garage zufrieden dreinschaute, nahm man den Mechanikern und Ingenieuren Craigos besorgte Gesichter ab. Brasilien galt als eine der schlechtesten Strecken Craigos.


    Angesprochen auf seine Erwartungen reagierte er angegriffen: ,,Was für Erwartungen? In Brasilien? Was weiß ich, fragen sie doch wen anders. Ich frag sie auch nich immer nach ihren Erwartungen. Was erwarten Sie, wenn sie heim kommen? Dass ihre Frau essen gekocht hat? Oder dass ihre Frau dann gerade mit einem anderen Mann schläft? Was sind ihre Erwartungen, he? Ist eine scheiß Frage, gell?".


    Im Qualifying fuhr Craigo auf P14, was seinen Erwart... was ein schlechtes Ergebnis ist. Auch während des Rennens fand er nie in einen Rhytmus. Am Radio beschwerte er sich über Untersteuern, das Auto war nicht richtig abgestimmt. Positiv herausgestellt hat sich die erneuerte Bremse. Außerhalb der Streckenbegrenzungen fand man den Toro Rosso Star nur zwei mal. ,,Joa, Bremse ist deutlich besser aber immer noch nicht gut. Ich lerne mit jeder Kurve, die ich nicht kratze, weil ich mich ja verbremse, dazu. In Australien wird das auch eine witzige Geschichte.", lacht Craigo und verweist auf die vorletzte Kurve. Am Ende des Rennens landete er auf Platz 10, was den Ausfällen seiner Vordermänner geschuldet ist. ,,Ich war der langsamste, das ist klar. Dementsprechend bin ich mit dem einen WM-Punkt super zufrieden. Ich mein, wenn ich als langsamster Pilot auf der Strecke schon Zehnter werde, wo platzier ich mich dann erst, wenn ich mal schnellster bin?", murmelt Craigo vor sich her, unaufmerksam gegenüber der eigentlichen Frage.


    Fragen, die sich Woulley nicht stellen brauchte. Er brachte das Rennen auf dem sechsten Platz Heim und sicherte dem Team wieder wichtige Punkte für die Konstrukteurs-WM. „Ich glaube, das war das beste Rennen eines Toro Rosso-Piloten aller Zeiten. Ich habe keine Fehler gemacht und das Maximum aus dem Rennen herausgeholt“, kommentierte er stolz. Zumal der 29-Jährige langsam dabei ist, den Umgang mit den Reifen zu verstehen: „Wir konnten vor der Saison ja nicht viel testen, außer der Staubentwicklung auf einer frisch gekauften CD. Unsere Ziele bleiben auch unverändert.“ Sprich, ähnlich wie sein Teamkollege: Lernen, lernen lernen. Woulley: „Die Reifen sind schwer zu verstehen. Da ich auch gerne mal eine Anleitung brauche, ob ich zuerst die Socken oder die Schuhe anziehe, dauert das natürlich ein bisschen länger. Aber es wird besser.“

    Für den italienischen Rennstall entpuppte sich Brasilien als unter dem Durchschnitt heraus, Tost sieht seine Fahrer in der Pflicht: ,,Nach dem guten Saisonstart und dem Auto, was wir jetzt haben, sollten mindestens 15 Kontrukteurspunkte pro Rennen drin sein." In einer Woche schickt das Team seine Piloten wieder auf die Strecke, dann auf dem Albert Park Circuit in Melbourne, Australien.

  • 17

    Sep

    Am kommenden Dienstag wird die Saison der Challenger Series II der Seven A's League in Großbritannien starten. Der Rennstall Red Bull Toro Rosso Honda hat für die Saison 2018 zwei neue Piloten verpflichtet, die Teil des Red Bull Junior Driver Programms sind.


    Woulley und CraigoZ1 werden für die Italiener an den Rennstart gehen. Bei der Präsentation des neuen Bolidens vergangene Woche in Florenz zeigte sich Craigo euphorisch: ,,Ich bin froh wieder in der Formel 1 zu sein und das noch bei Toro Rosso, die in der vergangenen Zeit große Talente hervorgebracht haben. Zudem zeigt die Historie, dass italienischer Rennstall und deutscher Fahrer eine mindestens genau so gute Mische wie 43er und Milch ist.“ Craigo war zudem im Werk in Faenza für eine Sitzanpassung. ,,Wir haben die Woche noch den Sitz angepasst. Ich bin wirklich zufrieden und sollte damit gute Ergebnisse einfahren können. Die Mechaniker haben auch nochmal das Lenkrad, sowie die Pedalerie erneuert, so dass keine Ausreden meinerseits mehr möglich sind.“


    Auf die Frage, wie er die Chancen in Silverstone sieht, antwortet Craigo: ,,Achso, ich muss noch was sagen. Ich werde die ersten beiden Rennen nicht mitfahren. Da bin ich noch in Mazedonien.“

    Warum er nicht auf den Urlaub verzichtet, begründet der gebürtige Ruhrgebietler: ,,Ja hömma, ich habe da so ein Billigurlaub gebucht, den kann man nur 6 Saisons vorher stornieren. Soviel verdienen tut man bei den Energyfratzen auch nicht, dass ich mir das leisten kann. Wir sehen uns in Japan.“


    Woulley derweil stimmt das Fehlen seines Teamkollegen traurig, auch wenn er betont, dass es ihm sportlich nichts ausmacht: „Ob er hinter mir fährt oder gar nicht, macht ja für mein Rennen keinen Unterschied. Wenigstens wird die Box nicht belegt“, scherzt der Berufsruhrgebietler, der sein Team zum Saisonstart in der krassen Außenseiterrolle sieht: „Wir konnten bisher nicht so viel testen. Also sehr wenig eigentlich. Also kaum. Also eigentlich fast gar nicht. Im Grunde genommen haben wir die CD gekauft und als eine Art Opfergabe für den heiligen Zockergott in die PlayStation gesteckt. Unser Motto diese Saison lautet: Ohne Proben nach oben.“


    Teamchef Franz Tost wirkte auch schon verwirrt, als er auf die Frage, wie er die Chancen seiner Piloten in der CS II sieht, antwortet: ,,Joa, das wird witzig, nech.“. Ein wirklich erster Eindruck lässt dann wohl bis Japan auf sich warten.

  • 07

    Jun

    Der Überraschungsfahrer der aktuellen Saison Zoraaii soll nach Angaben einiger Insidern sein Cockpit nach dem Baku GP abgeben. Die Gründe sind noch nicht näher bekannt, allerdings wird gemutmaßt, dass der Grund etwas mit dem Vorfall in Montreal, dem großen Preis von Kanada zu tun hätte. Denn. Am vergangen Sonntag ereignete sich etwas ganz spezielles. Der Silberpfeilpilot, der in dieser Saison schon 3 Siege für das Team aus Brekley einfuhr, erreichte als erster Fahrer der Ligageschichte das wohl als unmöglich Gegoltene. Er fuhr vom letzten Platz aus nicht nur in die Punkte, nein! Er fuhr sogar bis vor auf dem ersten Platz. Journalisten von der ganze Welt feierten den 21 Jährigen als neuen Senna. Dennoch kam gestern Abend eine negative Stimmung auf, als es darum ging, die Strafen für das Rennen bekannt zu geben. Er und einige seiner Mitstreiter erhielten für das Überholen noch vor der Safetycarlinie 5 strafpunkte. Damit sind sie allein durch diese Strafe nicht für das Qualifing zugelassen, sondern sind nun auch stark gefährdet eine Rennsperre zu erhalten. Dadurch entstehe beim Fahrer Zoraaii eine massiver Leistungsdruck, mit dem der junge Fahrer nicht umgehen könne.


    Nach einer Pressekonferenz vergangen Mittwoch deutete der junge Fahrer zwar nicht direkt auf sein Kariereende, verneinte aber auch keiner der Fragen, die Ihm der Sportbild-Journalist Markus Dämpfling stellte. Grund für seinen möglichen Ausstieg könne der Hohe Druck sein, welcher auf Ihm lastet, da er von hinten startend in Baku erneut das komplette Feld einholen muss um den Anschluss zur Spitze der Fahrer-WM zu halten. Fragen, ob er sich um eine Rennsperre fürchte bestätigte der 21 Jährige Silberpfeilpilot. „Das sind läppische zwei Strafpunkte die genügen um mich aus dem Rennen zu verbannen. Da reicht schon ein - zwei Ausfälle der Onboardkamera und schwupps kannst du die Top 3 der WM abschreiben. Das ist eine enorme Belastung vor, im und nach dem Rennen“, so Zoraaii gegenüber der Presse.

    Anschließend kündigte Toto Wolff eine weitere Pressekonferenz in Baku am Freitag Mittag an. Dort sollen die Fragen um die Gerüchte beantwortet werden. Wolff stellte ebenso klar, dass er es sehr bedauere, würde unser junges Talent das Team verlassen. Er äußerte sich dennoch positiv zu den Äußerungen des Jungsprunds und sagte, dass er stehts hinter Ihm stehen würde und seine Entscheidungen akzeptiere.

    Wer ein möglicher Nachfolger für einen Platz bei den berühmt berüchtigten Silberpfeilen ergattert ist auch noch offen. Der ehemalige Stammfahrer Valteri Bottas, welcher durch Zoraaii ersetzt wurde, sagte in einem Interview mit den Kollegen von Sky Uk, dass er sich durchaus Vorstellen kann bei dem Team aus Breksley wieder zu Fahren.

  • 09

    Mai

    Das Team bestehend aus Icecold_TIm und Mr_UnfamouS_97 sind heuer gut in die Saison gestartet. Mit 42 Punkten aus 3 Rennen führt man die Konstrukteurs-WM an und liegt somit vor Ferrari, Mercedes und Haas. ,,Tim und ich sind überzeugt und motiviert dass wir es schaffen können wenn wir konstant und vernünftig durch die Saison fahren", so Mr_Unfamous_97 nach dem Rennen in Bahrain als er zuvor den PowerSW machte und in Kurve 12 rausflog, während Tim nach einer bescheidenen Quali von P17 startete und sich im Rennen auf P4 vorkämpfte. Icecold_Tim nach dem Rennen: ,,Wir haben trotz der Team-WM Führung noch Verbesserungspotenziale. Wir wollen als Team noch öfter gemeinsam Punkten und unsere Zusammenarbeit noch weiter intensivieren, in Hinsicht auf Setup und Strategien.''


    Die 2 Teamkollegen kannten sich schon aus der letzten Saison und hatten schon des öfteren kleinere Duelle, deswegen auch dann der Wechsel von Mr_Unfamous_97 zu Toro Rosso nach der letzten Saison. ,,Ich denke ich habe bei Williams zwar vieles gelernt und da bin ich auch dankbar dafür, aber bei Toro Rosso habe ich meine Ziele vor den Augen und diese möchte ich auch verwirklichen und mit dem Team teilen.'' Auch Tim äußerte sich zum Thema: ,,Ich denke unsere Fahrerpaarung ist ideal. Mr_UnfamouS_97 als Mann für die besonderen Dinge und mich als konstanten Punktesammler ergänzen sich perfekt. Ich bin froh über die Entscheidung des Teams so einen starken Mann an meiner Seite verpflichtet zu haben.''

    Wir sind gespannt wie sich die restliche Saison für Toro Rosso entwickelt.


    Alles weitere werden wir Sonntag-Abend zu sehen bekommen, aus Sotschi mit der Stimme der Nation Helbig.



    ORF Österreichischer Rundfunk

  • 30

    Sep

    Am Medientag des Japan Grand Prixs hat Craigo seinen neuen Helm vorgestellt. Zuvor hatte der Pilot auf Twitter seine Fans aufgerufen, Fandesigns einzuschicken.

    Der Gewinner würde das Wochenende mit zwei VIP Paddock Tickets in der Garage des Rennstalls verbringen dürfen. Gewonnen hat ein Fan namens Ralentino Vossi. Der Italiener ist großer Motorsportfan und verfolgt Craigos Karriere seit seinen Juniorzeiten. Sein Design zeigt ein helles Blau mit gelben Details und einem dunkelblauen Akzent. ,,Mich hat das Design sofort überzeugt! Es passt farblich gut zu meinem Auto und das Gelb gibt dann noch die nötige Spritzigkeit. Wir hatten über 46 großartige Designs zur Auswahl. Den Gewinner rauszupicken, war am Ende dann leichter als gedacht.“, begründet Craigo seine Entscheidung. Auch Vossi zeigt sich voller Freude: ,,Ich habe da wirklich lang dran gesessen! Die grobe Richtung war von vorneherein klar. Die Detailarbeit und die präzise Farbauswahl haben mich echt Zeit gekostet. Zum Glück zahlt sich der Aufwand aus, ich bin super happy!“. Wie sehr der neue Helm zu Craigos Leistung auf der Strecke beitragen kann, wird sich am Dienstag um 20 Uhr beim CS II Rennen in Suzuka zeigen.

  • 13

    Jun

    Paukenschlag im englischen Grove! Nachdem sich der Trend von festen Ersatzfahrern bei den Topteams etabliert hat, wollte Williams sich nicht Lumpen lassen und hat den Serie2 Piloten Maverick180283 als festen Ersatzpiloten für Serie1 verpflichtet. „Wir sind sehr glücklich darüber, das wir diesen Coup landen konnten!“, so Claire Williams in einer extra zu diesem Thema einberufenen Pressekonferenz. Maverick, der eigentlich bei Ferrari unter Vertrag steht, hat nach Bekanntgabe der festen Serie 1 Ersatzpiloten bei der Scuderia, mit Bestürzung reagiert, dass er einfach übergangen und noch nicht einmal gefragt wurde. Williams jedenfalls hat sich den Unmut zu Nutze gemacht und sofort zugeschlagen! Wir dürfen gespannt sein, ob daraus eine Schlammschlacht zwischen den Parteien entsteht und was daraus die Folge sein kann. Wir sind gespannt!

  • 27

    Nov

    Das zehnte Rennen der Challenger Series II fand in Belgien auf der Ardennenachterbahn in Spa Franchorchamps statt. Woulley holte zwei Trostpunkte während die Höhenänderungen innerhalb einer Runde Craigos Tourettetendenzen zum Vorschein brachten.


    Das Wochenende begann bereits mit einem Missverständnis. Als Woulley am Teamtreffpunkt eintraf, wunderten sich die Kollegen über die kleine Tasche. Inhalt: Ein Bademantel, ein Handtuch und Schluppen. „Da kommst du aber nicht weit mit.“, sagte Craigo feixend und zeigte mit dem Finger auf ihn. „Wir fahren in Spa, nicht ins Spa!“. Woulley sprach für den Rest des Wochenendes nur noch mit seinem Renningenieur, hatte ihm sein Teamkollege doch etwas anderes auf dem Handy mitgeteilt…


    Im Qualifying sah man die blauen Göttinen von sieben und vierzehn starten. Besonders über die ungewohnte Quali-Schwäche von Woulley wunderten sich viele. „Sind Sie schon mal in einem Bademantel Formel 1 gefahren?“, fragte er rhetorisch. „Durch die G-Kräfte flatterte der kleine Woulley fröhlich hin und her, das hat mich sehr abgelenkt.“


    In der Einführungsrunde halluzinierte Craigo und fuhr in einen McLaren von VeniVidiVici hinein, der eigentlich sechs Plätze weiter vorne war. Auch die roten Ampeln erloschen beim Sauerländer viel später als beim restlichen Feld: ,,Ich vertrag das ganze fettige Zeug hier nicht. Die Waffeln, die Pommes, die Frauen. Darunter leidet nicht nur mein Blutdruck, sondern auch meine Konzentration.", erklärte ein geistig abwesender Craigo. Auch sein Teamkollege wirkte in der Anfangsphase nicht voll bei der Sache und musste gleich dreimal den Flügel wechseln. Woulley: „Diese ständigen Schläge auf Hüftknochen und Rippen waren sehr unangenehm.“


    Craigo hatte in der ersten Runde zwei Plätze verloren und musste nun gegen ein rotlatenzigen LeBuex kämpfen. ,,Das hat mich ziemlich Nerven gekostet. Ich war in dem Moment auf 180 wegen meiner Halluzinationen, so nennt sie der Doktor zumindest. Ich bin mir bis heute sicher, dass an dem Tag einfach alles gegen mich war." In der Busstop Schikane schob ein Williams den Mercedes von Exhale quer, den Craigo wie schon in Bahrain wieder gerade bog. Einige Plätze verlor man trotzdem. ,,Wenn du dich auf Platz sieben qualifizierst, in der Einführungsrunde einen Bug hast, deine Ampeln später ausgehen als bei allen anderen, ein LeBuex dir das Leben schwer macht, du aufgrund unfähiger Mitstreiter erneut im Exhale hängen bleibst und dich dann auch noch Woulley überholt, dann hast du den Kaffee mehr auf als ein Tchibo-Stand auf dem Marienplatz am frühen Nachmittag.", erklärte der Rosso Pilot.



    In Runde drei war Craigo am Ausgang von Stavelot auf Vollgas um Icecuber auf der langen Vollgaspassage zu überholen. Er untersteuerte und fuhr in die Wand. Eine kaputte Radaufhängung sowie der zweite DNF der Saison folgten. ,,Ich war irgendwie froh über den Ausfall. Bei mir war das durchgehend heftigeres Fluchen als bei einem Hexer, der seine Midlife Crisis an unschuldigen Menschen auslässt.“, berichtete Craigo. Der Ausfall zog Konsequenzen mit sich. Franz Tost verriet, seinen wütenden Funkrebellen bis Monaco auf eine Buddha Reise nach Lamphun schicken zu wollen. ,,Er muss lernen seine Energie zu bündeln und in Geschwindigkeit und nicht in Zorn zu verwandeln. Ein weiser Fahrer sagte einst 'Love conquers all'. Nun soll auch Craigo die Kunst der Ruhe und der Liebe erfahren, um im Fürstentum zumindest eine Runde zu überleben.“, erzählte der Teamchef in Padmasana Haltung vor den Journalisten.


    Woulley arbeitete derweil an seinem Karma-Konto. Zu Beginn der Safety-Car-Phase war der Wahllokalmatador Letzter und hatte bereits eine Runde Rückstand auf das Führungsduo VeniVidiVici und Snuggle. „Dort bewies ich wieder einmal meine überragenden taktischen Fähigkeiten.“, erklärte Woulley. „Ich bin ohne Rücksicht auf Verluste an den beiden und dem Safety Car vorbei, gönnte mir die Fünf-Sekunden-Strafe und war kurze Zeit später wieder hinten am Feld dran.“ Dort wurde ihm jedoch das Chaos beim Restart zum Verhängnis. „Keine Ahnung, was da passiert ist, plötzlich ging da nichts mehr und ich hatte wieder einmal einen Flügelschaden. Immerhin kühlte es in der Zeit etwas ab, wenn ihr wisst, was ich meine.“ Mehr als die zwei Punkte waren am Ende jedoch nicht drin. „Jetzt weiß ich, wie sich Craigo in jedem Rennen fühlt, wenn er mal nicht ausscheidet. Da wäre ich auch dauer-frustriert.“


    Für das nächste Rennen geht es nach Monaco. In den Straßen von Monte Carlo werden die beiden Toro-Rosso-Piloten wieder nach Punkten jagen. „Da geht es eh nur ums Überleben“, weiß Woulley. „Wer ankommt, punktet. Hoffen wir mal, dass diese Marschrichtung Craigo nicht wieder überfordert.“