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  • 17

    Aug

    Das hätte sich Gene Haas wohl in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können, mit Zoraii_24 (#97) und Lippi_Arsenal (#6) schnappt sich der amerikanische Rennstall aus Kannapolis gleich beide Stammpiloten des Branchenprimus Mercedes AMG Petronas F1 Team.


    Zoraii_24, der bis zu seinem Wechsel in eine andere Rennserie einer der Topkandidaten auf den Weltmeistertitel der vergangenen Saison war. Im Interview blickt er zurück: „Die ersten Rennen der vergangenen Saison liefen schon perfekt für mich, das hätte nicht besser laufen können. Für meine Rückkehr erhoffe ich mir einen ähnlich guten Start und auf lange Sicht auch die Konstanz dauerhaft auf dem Podium landen zu können. Eventuell kann ich dann am Ende der Saison tatsächlich den Titel für Haas holen – das wäre auf jeden Fall die Krönung meiner bisherigen Formel 1-Karriere“.


    Auch Lippi_Arsenal blickt auf eine beachtliche Formel 1-Karriere zurück. Bereits in seiner Debütsaison konnte er sich nach vielen erfolgreichen Rennen den Vizeweltmeistertitel hinter Weltmeister SeheranCH schnappen. Einen Erfolg, den so mancher Konkurrent sicherlich nicht für möglich gehalten hätte. Nach einer eher durchwachsenden zweiten Saison bei Mercedes möchte der gebürtige Düsseldorfer nun wieder so richtig angreifen und an die Erfolge der Debütsaison anknüpfen.


    Im Interview kurz nach der Präsentation des brandneuen Haas VF-18 lässt er verlauten „Die neue Saison wird sicherlich kein Spaziergang aber wir sind erfolgshungrig und wollen Siegen feiern mit Haas.“ Auf einen Titelfavoriten möchte sich der Wahlamerikaner aber nicht festlegen: „Das Fahrerfeld ist so stark, da können mindestens 10 Fahrer um den Titel kämpfen, wer es sein wird, sehen wir dann am letzten Rennwochenende, ich denke, mit Konstanz und einem guten Rennpaket können wir vorne mitfahren. Wir haben ja bereits in der vergangenen Saison bewiesen, dass wir als Team sehr gut funktionieren. “


    Auch Günther Steiner ist sich sicher, dass die neuen Saison eine erfolgreiche wird: „Wir haben zwei absolute Toppiloten für unser Team gewinnen können und sind uns sicher das sie uns zu großen Erfolgen führen können. Sie respektieren sich gegenseitig und würden, sofern sich einer von beiden eine reelle Titelchance ausrechen kann, auch gegenseitig unterstützen – da bin ich mir zu 100% sicher“.

  • 23

    Jan

    Maranello / Düsseldorf / Pferdestall


    Weder hat die neue Saison in der Seven a's League schon begonnen, noch ist der Drops in der noch laufenden Saison gelutscht, da hat die Liga ihren ersten Handfesten Skandal.

    Auf der Social Media Plattform "Instagram", kursiert ein Foto, von Neu Ferraristi SAL_Helbig, welches ihn in kompletter Montur des Konkurrenz Rennstalls Mercedes AMG Petronas, samt Lewis Hamilton Gedächtnis Cap, zeigt.

    Direkt brach ein Shitstorm der Tifosi los, welche Helbig aufs übelste beschimpften und einige sogar die sofortige Auflösung seines Vertrages für die kommende Saison bei der Scuderia forderten. Auch der Teamchef des Traditions Rennstalls SAL_PowerSw bekam natürlich Wind von der Sache und kündigte direkt mal eine Vertragsstrafe für den 27 Jährigen Helbig an.

    Wie diese ausfallen wird verriet der wie immer ruhige Power nicht. "Vertragsdetails werden nicht öffentlich bekannt gegeben!" lautete die kurze und knappe Antwort von eben diesem. Allerdings spekuliert die Website "www.salleaks.org", dass Helbig in den kommenden Wochen die Pferdeboxen der Ferrari Mitarbeiter misten darf.

    Ganz neu wird Helbig diese Aufgabe nicht sein, da er ja schon Hobbymäßig öfters mal den Stall, des Pferdes seiner Freundin mistet. Unsere Redaktion ließ sich nicht lumpen und traf Helbig eben in genau diesem Stall , in einer Kleinstadt im verschneiten Rheinland an.

    "Es war alles ganz anders gemeint als es leider zur Zeit aussieht." so ein sichtlich erschöpfter Helbig, während er den Mist im Stall zusammen gabelt. "Es war eher so ein Bild der Kategorie f*ckt euch das hättet ihr wohl gerne in Richtung Mercedes, als ein ernst gemeintes Foto oder gar ein Bekenntnis in Richtung der AMG Clowns..." sagte Helbig in Anspielung auf die Gerüchte, dass auch Mercedes versucht hatte den noch Williams Piloten für die neue Saison zu verpflichten.

    "Ich meine guckt euch doch mal um, meine Freundin hat einen Gaul, ich habe einen Pferdeschwanz und der geile rote Renner hat auch noch ein Pferd im Logo was will man mehr !?"


    Helbig und das "Prancing Horse", das scheint einfach zu passen. Man darf gespannt sein wie Ferraris neuer "Young Driver" in die neue Saison starten wird. Mit so viel Horse Power im Rücken dürfte da aber wohl nichts schief gehen.

  • 01

    Aug

    Grove, Vereinigtes Königreich


    Im Lager des britischen Tradionsrennstalls Williams, macht sich Erleichterung breit. Nach einem doch relativ erfolgreichen Saisonstart, fiel das Team und vorallem ihr Fahrer Helbig7, ab dem Monaco Grandprix, in ein Sommerloch. Hatte man das Auto in Monaco, ausgangs der Hafenschikane, noch in die Wand gesetzt, kam man in Kanada immerhin wieder ins Ziel, handelte sich aber eine empfindliche Strafe ein, da man beim Safetycar Restart einige Autos vor der Safetycarlinie überholte. Von da an war vorallem Helbig7, aber auch djiceflame, völlig von der Rolle und man kam mit beiden Autos weder in Baku, noch in Spielberg ins Ziel. Als Helbig7, dann auch beim "Heimrennen", in SIlverstone, die karierte Flagge nicht sah, war das Fiasko in Grove perfekt. In diversen Medien, hatte man sich schnell den Ruf eines Crash Teams aufgebaut und in der Illustrierten, "Daily Woulley", war sogar von einer "absoluten Peinlich Vorstellung" die Rede. Ab Ungarn konnte man sich aber aus der Krise kämpfen und holte in den nächsten 5 Rennen, als Team 59 Punkte, womit man die zweithöchste Ausbeute aller Teams nachweisen konnte. Nur Red Bull, mit Top Pilot fussball1571, konnte in dieser Statisktik mehr Punkte stellen. Der Aufschwung aus den letzten Rennen, stimmt Teamchefin Claire Williams glücklich, vorallem in Ausblick auf die nächsten Aufgaben und die neue Saison. "Es ist schön zu sehen, dass sich unsere Fahrer nach diversen Sprüchen und Anfeindungen in der Klatschpresse wieder rehabilitiert haben, ich küsse ihre Augen. Wir gehen zuversichtlich in die nächsten Rennen und wollen in der neuen Saison voll angreifen!", so die verrückt lächelnde Teamchefin. Was das Williams Team in der neuen Saison leisten kann und wo es dann stehen wird, grade im Hinblick auf die Regeländerungen mit dem neuen ERS System, werden die kommenden Wochen zeigen. Bis dahin können sich die Fans des Tradionsteams sicher sein, dass beide Fahrer alles dafür geben werden, sich aus den negativ Schlagzeilen raus zu halten.

  • 07

    Jun

    Baku/Aserbaidschan

    Heute Vormittag stand im Baku-Paddock die Medienrunde auf dem Programm. Auch Williams Pilot Helbig7 stand den anwesenden Journalisten Rede und Antwort. Der 27-jährige Düsseldorfer, der im letzten Jahr noch mit der Pole in Spa und einem dritten Platz in México, auf sich aufmerksam machen konnte, ließ verlauten, dass die Updates, die seit dem Monaco Rennen an seinem Williams angebracht wurden, noch nicht wie gewünscht fruchten. „Mir war klar, dass es einige Zeit benötigen würde, bis man mit der neuen Lenkung klarkommt. Es klappt immer besser und besser, aber zu 100% konkurrenzfähig bin ich damit noch nicht.“ Trotzdem komme ein „Downgrade“ zurück zur vorherigen Updatestufe nicht in Frage. „Mein Teamkollege djiceflame fährt noch mit der alten Ausbaustufe und ist nicht wesentlich schneller als ich. Das heißt, dass generell dem Wagen im Moment der Speed fehlt.“ Dass dann in Baku auch noch eine Qualifikationssperre erschwerend hinzukommt, stimmt dem Williams-Piloten nicht gerade positiv. „Schadensbegrenzung! Nicht mehr und nicht weniger lautet das Ziel beim heutigen Rennen“, so Helbig, der seine Enttäuschung hinter einer großen Sonnenbrille verbarg. Auf die Frage ob es denn bis zum Österreich-Rennen Besserung geben würde, sagte Helbig nur kryptisch: „Glauben Sie, dass in einer Woche Kühe das Fliegen lernen?....“ Nach diesen Worten verließ er den Presseraum und ließ zahlreiche verdutze Journalisten zurück.

  • 08

    Okt

    Grove, Vereinigtes Königreich


    Trotz des mittlerweile doch eher Englischen Wetters in Grove, herrscht beim Williams Team, zur Zeit eine feucht fröhliche Stimmung. Die jüngsten Ergebnisse, vorallem des Challenger III Teams, lassen Teamchefin Claire Williams entzückt auflachen. Das Fahrer Duo um djiceflame und SAL_Helbig, die letzte Saison noch den inoffiziellen Titel der Crash-Boys inne hatten, lieferten in den ersten drei Saison Rennen, der Challenger III Series, überragende Leistungen, was so nicht unbedingt zu erwarten war. Belohnt wurden diese Leistungen mit der Führung in der Team WM, nach den ersten drei Rennwochenenden.


    Doch woher kommt dieser plötzliche Leistungsanstieg? Bei djiceflame liegt es wohl an dem endlich beendeten Umzug, welcher ein knappes Jahrzehnt gedauert hat. SAL_Helbig hingegen, hat auf einem Sponsoren Event, des Team Sponsors Martini, selber etwas aus dem Nähkästchen geplaudert. "Privat hat sich bei mir einiges zum Positiven geändert, weshalb ich in letzter Zeit eher ruhiger geworden bin und die ganzen Partys und Saufgelage mit anschließendem Beischlaf hinter mir gelassen habe." Laut Helbig wirkt sich dieser "Lebenswandel", auch auf seine Leistungen auf der Strecke aus: "Ich bin in vielen Situationen Intelligenter geworden und versuche nicht mehr auf Teufel komm raus an jemanden vorbei zu kommen wo es nicht geht." Die Gerüchte, wonach Helbig zur Zeit eine hübsche Blondine Daten soll, ließ er mit einem lächeln unkommentiert.


    Ob Williams in den nächsten Rennen an die bisherigen Leistungen anknüpfen kann, wird sich herausstellen. Laut Paddy Lowe kämpft das Team insbesondere mit den Vorderreifen, mit extremer Überhitzung. "Wir analysieren zur Zeit sämtliche Daten und Szenarien. Im Moment ist es allerdings so, dass unser Auto die härteren Mischungen mehr mag als die weicheren, weshalb wir schon in Barcelona auf die Mediums gegangen sind während sich andere für die Softs entschieden haben." , so der kahlköpfige Technische Direktor des Traditions Teams. Laut seiner Aussage verspricht man den Williams Fans auch in Austin wieder gut aufgestellt zu sein.

  • 19

    Nov

    Für das neunte Rennen der Challenger Series II flog das Rosso Duo Woulley und Craigo an den persischen Golf ins Königreich von Bahrain. Der Einleitungssatz war gelogen, als ob das Team die finanziellen Mittel für Flüge hätte. Für das neunte Rennen der Challenger Series II ritten Woulley und Craigo auf Kamelen in die Wüste von Sakhir. Für das Rennen stellte man ihnen aber wieder die allseits bekannten blauen Boliden mit den Honda-Hybrids zur Verfügung.


    Im Qualifying sind Craigo und Woulley aber erst einmal baden gegangen. Am Ende sprangen nur die Plätze acht und zehn heraus. „Die zwölf schnellsten Fahrer trennten gerade mal eine Sekunde, was für das Rennen maximale Konzentration bedeutete, weil alles enger war als eine arabische Teenagerin in ihrer Hochzeitsnacht.“, beschrieb Craigo seine Ausgangslage.


    In der Startphase konnten beide Piloten ihre sonstige First-Lap-Stärke nicht ausspielen. Craigo kam gut von der Stelle, musste aber in Kurve eins einen querstehenden Exhale wieder gerade biegen, der vom Sauber-Debütant Bonediesel weggeschoben wurde. ,,Ich hätte locker zwei drei Positionen gutmachen können. Wenn die Sauber Fahrer sich mal ihrem Namen entsprechend auf der Strecke verhalten könnten, wäre das ein Segen für die ganze Liga.“, schien Craigo nach dem Vorfall in China mit Lamotone wieder genervt zu sein vom Schweizer Team. Durch das Gemenge vor ihm, steckte auch bei Woulley noch etwas Sand im Getriebe: „Obwohl die Strecke eher ein Parkplatz ist, war ich eingeklemmt. Ich habe vergebens auf den Flöten-Fakir gewartet, der die Schlange rauslässt.“ Das sollte dann jemand anderes machen. Aber dazu vielleicht später mehr.


    Bis Runde sechs fuhr Craigo dicht hinter Exhale und Icecuber. Beim Ausgang von Kurve drei rutschte er weg und fing sein Auto kurz vorm Einschlag in die Wand noch ab. ,,Ich habe gemerkt, dass ich gut aufhole auf die zwei. In solchen Momenten geh ich allerdings zu wild mit dem Gas um und rutsch in der Dirty Air weg. Da hatte ich einfach einen Sandfuß.“, beschreibt Craigo die Situation. Er fiel auf P14 zurück und setzte sein Rennen ohne Schäden fort. Das Wetter derweil blieb aller Erwartungen nach trocken: ,,Das einzige, was an dem Wochenende geregnet hat, waren big Lockups in Kurve 10.“, sah Craigo das arabische Klima von fahrerischer Seite.


    Ein paar DNFs und ein spektakuläres Überholmanöver ohne blockierende Räder in Kurve eins gegen Iceman schoben Craigo auf den elften Rang vor. Mit einem Abstand von 5,5 Sekunden auf den zehnt platzierten Bonediesel mit noch zehn zu fahrenden Runden schienen die Punkte außer Reichweite: ,,Ich hab manchmal aufgeholt und manchmal wieder verloren. Fünf Runden vor Schluss war ich aber auf einmal auf zwei Sekunden dran. Das führe ich auf mein nachhaltiges Reifen- und ERS Management zurück.“, analysiert Craigo mit stolzer Miene.


    Zwei Runden vor Schluss war Craigo innerhalb des DRS Fensters vom Sauber Piloten, dann kam der schockierende Funkspruch vom Ingenieur: ,,We've got a DRS failure, DRS failure. No DRS available for you, we quickly try to fix it, I'm sorry.“ Craigo hatte dafür wenig Verständnis. Noch am Funk gab es wüste Beschimpfungen: ,,Ich habe 54 Runden dieses scheiß dämliche rennmanipulierende System nicht gebraucht und jetzt wo es wichtig wäre, funktioniert es nicht. Da hat der Woulley locker dran geschraubt.“ Es war die letzte Runde des Grand Prixs. Craigo fuhr auf 0,2 Sekunden ran, konnte auf den Geraden allerdings nicht genug ran kommen. Auch in der letzten Kurve behielt Bonediesel die Nase vorne. Der Weg zur Zielflagge ist dennoch ein weiter und so fuhr Craigo mit aller Hoffnung im Windschatten des Saubers, dem kurz vor Zieleinfahrt der Sprit ausging. ,,Ich hatte nicht damit gerechnet und musste noch ruckartig aus dem Windschatten ziehen. Dann habe ich gesehen, Platz 10 mit 0,058 Sekunden vor Bonediesel. Nach meinem emotionalen Ausbruch im Funk wurde Woulley vom Teamarzt auf Tinitus diagnostiziert. Das tut mir irgendwie nicht leid.“, erzählte Craigo nach dem Rennen. Dem Vernehmen nach habe er im Parc fermé das Lenkrad seines Boliden beim Aussteigen unglücklich abgerissen. Allerdings weder mit Armen noch Beinen…


    Übrigens sah sich auch Woulley auf einer Aufholjagd. Nach einer Kollision mit Iceman musste er frühzeitig an die Box: „Das waren lange Diskussionen. Nach den Erfahrungen der letzten Rennen standen für Craigo mehr Flügel bereit als in einem Klavier-Verkaufslager. Meiner musste jedoch erst mit einem Bob-Der-Baumeister-Legoset zusammengefrickelt werden.“ Bis auf Platz 13 war er zurückgefallen, danach machte er allerdings Jagd auf die Konkurrenten vor ihm: „Ich hatte Anfangs keine Pace, weil ich dachte, dass die Reifen in der Wüstenhitze schmelzen wie ein Marshmallow. Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, dass wir da diesmal tatsächlich so eine Art Reifen aufgeschnallt hatten.“ Auch er sicherte sich seinen sechsten Platz erst mit einem Überholmanöver in der letzten Runde. Der Ausbruch am Teamfunk blieb jedoch aus, wie Woulley berichtet: „Für mich ist es normal, Konkurrenten zu überholen. Da muss man nicht gleich so ein Fass aufmachen. Ich war ohnehin froh, dass ich nicht aufs Podium musste. Dann konnte ich mich wenigstens gleich zusaufen und brauchte keine Rosenwasserplörre herumspritzen.“ Craigo soll dies dennoch getan haben, wenn auch nicht mit Rosenwasser.


    Franz Tost meldete sich nach dem Rennen in gespaltenem Gemüt: ,,Also der Woulley ist heute wieder phänomenal gefahren. Vier gewonnene Plätze und hartes Racing, so will ich das sehen. Wenn Craigo es mal schafft, in einem Rennen schnell zu sein und dabei weder Flügel noch sich selbst zu verlieren, sehe ich da großes Konstrukteurspotenzial.“


    In einer Woche fährt die Challenger Series II auf dem historischem Circuit de Spa-Franchorchamps. Die auch als Ardennen-Achterbahn bekannte Strecke gehört zu Craigos Favoriten: ,,Ich freue mich unheimlich auf Belgien. Ich weiß nicht, ob ich schnell bin, das wird sich die Woche im Simulator herausfinden. Ich habe Lust und sehe die nächste Chance, meinen Kollegen im Rennen zu schlagen. Im Qualifying hat es ja schon öfter mal funktioniert.“ Auch Woulley strotzt schon nur so vor Vorfreude: „In Belgien gibt es einfach alles, was das Rennfahrer-Herz begehrt. Pommes, Pralinen, Kirschbier. Der Wahnsinn!“

  • 19

    Jul

    Toro Rosso hat am 21 Mai einen neuen Fahrer begrüßen dürfen ,ChRiStOpHeR9210 ,nun auch ein zweiter Fahrer in der Familie des Rennteams Toro Rosso ist zu begrüßen. VeniVidiVici0409 seit dem gestrigen Tag nun unter Vertrag genommen ,der young Star ,ist ein schneller Fahrer ,doch noch zu hibbelig und macht noch zu viel mit dem Kopf durch die Wand, trotzdem gab es einen Erfolg, beide Fahrer fuhren in die Punkte und bringen Toro Rosso und der Konstrukteurs Meisterschaft weiter nach vorne ,der VeniVidiVici0409 gestern mit einem 6ten Platz ,trotz anfangs Schwierigkeiten, wie auch sein Team Kollege ChRiStOpHeR9210 hatte anfangs Schwierigkeiten und fuhr ab runde 2 mit Mediums und beendete auch das rennen damit ,mit einem guten 11ten Platz ,der Team Chef freute sich über den kleinen Erfolg und erwartet noch größeres von seinen beiden Fahrern.

  • 29

    Okt

    Am vergangenen Dienstag in Aserbaidschan erzielte Toro Rosso mit dem zweitplatzierten Woulley das beste Saisonergebnis. Craigo kratzte mit dem elften Rang an den Punkten.


    Nachdem Funkgate in Australien unterzeichneten beide Piloten für den Grand Prix im Land des Feuers ein Gentlemens Halt-die-Fresse-wenn-ich-fahre Agreement, was die Kommunikation in den Sessions drastisch reduzieren sollte. Craigo hatte sich zuvor beschwert vom Teamkollegen abgelenkt worden zu sein. Wie sehr dieser Vertrag fruchtete, zeigte sich bei Craigo in der ersten Qualirunde. Er verlor Grip in Kurve zwei und schlug in die Wand ein. Somit startete er als Letzter. ,,Also, allein der Gedanke, dass Woulley was sagen könnte, lenkt mich schon ab. Mein Fehler geht zu 100% auf seine Kappe. Ich weiß nicht, wie lange ich das noch aushalte. Da wäre heute ein Streckenrekord drin gewesen." Woulley, der sich auf Rang elf qualifizieren konnte, reagiert auf Nachfragen wegen seines Teamkollegen genervt: „Streckenrekord? Für die langsamste Runde dort?“


    Die Startphase verlief positiv, beide fuhren nach Runde Eins auf den Positionen Fünf und Acht. Craigo konnte LamoTone überholen und zwang sich selber dann in einen Fehler. ,,Ich konnte Lamo nach Start Ziel in einen Fehler drängen. Leider habe ich mich dann gefreut und vergessen, dass Kurve Zwei zeitnah naht. Habe mich verbremst und den Flügel abgeknabbert. Woulley hatte zu dem Zeitpunkt ein bisschen hart geatmet, dementsprechend war meine Konzentration komplett weg." Reaktion Woulley: „Ja, das ist meine Schuld. Ich bin es wahrscheinlich auch Schuld, wenn er beim Wichsen vom Bett fällt und sich die Nase bricht.“


    Später überholten die nach hinten gefallenen McLaren von Christopher und VeniVidiVici sowie Williams-Ersatzpilot Helbig die Nummer Zwei von Toro Rosso. ,,Ich muss glaub eingestehen, dass ich heute langsam war. Zwischen meiner Bestzeit und der von Rennsieger kscboy liegen vier Sekunden. Im Rennsport kann man da schon von einer Differenz sprechen." Franz Tost bestätigt nach dem Rennen: ,,Die Woche war er nicht im Simulator. Set-up Arbeit wurde auch keine geleistet. Ironischerweise war es bei Woulley nicht anders und der fährt uns hier auf's Podium. Zumindest entpuppt sich eine Fahrerverpflichtung diese Saison als richtig.“


    Sein erstes Podium der Saison wusste dann auch Woulley ordentlich zu feiern - mit einem Williams-Fahrer, dessen Name wegen Unwichtigkeit bereits in Vergessenheit geraten ist, auf dessen Einweihungsparty. Zuvor diktierte er noch in die Mikrofone: „Ich bin das wohl beste Rennen eines Toro-Rosso-Fahrers aller Zeiten gefahren. Ich habe keine Fehler gemacht und das Maximum aus dem Rennen herausgeholt.“ Schlüssel zum Erfolg war die Ein-Stopp-Strategie, bei der er 16 Runden auf Ultra und 35 Runden auf Soft unterwegs war. „Das war von vornherein so geplant. Es war auf keinen Fall so, dass ich gefahren bin und dann dachte: ,Ach guck mal, das geht! Mal gucken, was noch geht! Oh, ich könnte Dritter werden, jetzt ziehe ich durch!’ So war das echt nicht. Wirklich nicht. Das war eine geile Idee von mir. Vorher schon. Also echt jetzt.“


    Ganz anders das Rennresümee von Craigo: ,,Ich hatte kein Vertrauen in mich und das Auto, ich wollte einfach heile ankommen. Das habe ich erreicht. Trotzdem sollte Ankommen nicht das Ziel sein, sondern endlich mal den Teamkollegen zu schlagen und Punkte zu sammeln", sagte er mit motivierender Note. Auch Woulley sprach seinem Teamkollegen Mut zu: „Meine für den Erfolg wichtigsten Eigenschaften sind Bescheidenheit und Selbstkritik. Das sollte er sich mal von mir abschauen. Manche legen das zwar als Arroganz aus, aber das habe ich gar nicht nötig.“


    Das nächste Rennen wird auf dem Shanghai International Circuit in China ausgetragen. Die Charakteristik könnte kaum unterschiedlicher zu Aserbaidschan sein. Nach sechs Rennen befindet sich Toro Rosso auf Platz Drei der Konstrukteurswertung. Wann Craigo anfängt dazu beizutragen, bleibt vorab eine unbeantwortbare Frage.

  • 23

    Okt

    Beim fünften Rennen der Challenger Series III fuhr Woulley im australischen Melbourne den vierten Platz ein, wurde nach einer Strafe als Fünfter gewertet, während sein Landsmann Craigo frühzeitig das Rennen beendete.


    Kritiker sahen sich nach der Zieleinfahrt in ihren Aussagen bestätigt, dass Woulley das Zugpferd im Rennstall und Craigo mit dem aufzuwischenden Kot zu vergleichen sei. Das Qualifying versprach mit P8 und P10 ein gutes Rennen, Craigo versprühte allerdings vor Rennstart negative Luft: ,,Beim ersten Run war Blatt im Weg, beim zweiten Run labert mich der Teamkollege voll und beim dritten Versuch steht der Bob wie bestellt und nicht abgeholt im ersten Sektor. Da wäre mehr gegangen wie Moses.“


    Woulley wehrte sich hingegen gegen die Vorwürfe seines Teamkollegen: „Formel 1 fahren und sich dann über die Lautstärke zu beschweren - und wenn es die am Funk ist - ist ein bisschen wie in ein Steakhouse zu gehen und sich dann darüber aufzuregen, dass es keinen vegetarisches Tofu-Ingwer-Kohlrabischnitzel-Menü gibt.“ Woulley weiter: „Ich glaube, der Jung hat sich das ein bisschen einfacher vorgestellt. Fährt ein bisschen gegen den alten Sack und drückt ihm pro Runde einige Sekunden aufs Auge. Das klappt nicht, also geht die Ausredensuche los. In Aserbaidschan werde ich keinen Ton sagen und trotzdem wird er hinter mir landen. Dann lag es wahrscheinlich daran, dass ein Opa am Bahnhof umgekippt ist oder irgendwelche Maulwurfhügel auf der Strecke ihn irritiert hätten.“


    Der Start verlief aufgrund gewonnener Plätze jedenfalls positiv für beide Piloten. So fuhren Woulley und Craigo jeweils auf drei und sieben. Ersterer bekämpfte sich mit dem nach einem Fehler viertplatzierten Red Bull von kscboy, so dass die hinteren Fahrer aufschlossen. In Runde vier verlor Craigo die Kontrolle über sein Auto und schlug in die Wand ein, seine Radaufhängung war kaputt und das Rennen vorbei. ,,Ich wollte Iceman überholen und war in der letzten Kurve zu früh auf dem Gas. Die Dirty Air ist da sehr gefährlich. Und so cool wie ich bin, wollte ich das Auto fangen und weiterfahren. Vollbremsung wäre schlauer gewesen.“

    Enttäuscht über sein frühes Ausscheiden und verlorene WM-Punkte entschied sich Craigo zum Kommandostand zu gehen, Mattia Spini von seinem Sessel zu kicken und Woulley beim Rennen zu unterstützen. ,,Ich dachte mir, wenn der Penner mich in der Quali voll labert, kann ich das im Rennen drei mal besser. Scheiße nur, dass er mit jedem Input stärker und schneller gefahren ist.“, beschreibt Craigo die Arbeit mit seinem Teamkollegen. Woulley konterte: „Er hätte sich eher mal etwas abschauen sollen, als so kläglich zu versuchen, Rache zu nehmen. Auf das, was er da gesagt hat, habe ich eh nicht gehört und stattdessen irgendwann angefangen die Pokerap zu singen. Ich weiß, was ich tue.“


    Dass es trotz der Kabbeleien zwischen den beiden Toro-Rosso-Piloten stimmt, bewies Woulley dann in Runde sechs. Mit einem Bodyslam gegen Kscboy und einem Ruckzuckhieb gegen Iceman sorgte er für den Double-Kill gegen die beiden Fahrer des Mutterteams Red Bull. Im Debrief nach dem Rennen soll RB-Boss Dietrich Mateschitz der Sack geplatzt sein, weshalb sich der Düsseldorfer später einsichtig zeigte: „Ich wollte das nicht. Es tut mir wirklich leid. Aber das war schon irgendwie lustig.“ Für den Spruch gab es dann am Ende auch eine Strafe von der Rennleitung. Woulley verlor seinen vierten Platz und wurde als Fünfter gewertet. Woulley: „Ich bin trotzdem das wohl beste Rennen eines Toro-Rosso-Fahrers aller Zeiten gefahren. Ich habe keine Fehler gemacht und das Maximum aus dem Rennen herausgeholt.“


    Nächste Woche fährt die Challenger Series II in Aserbaidschan auf dem engen Baku City Circuit. Die Erwartungen bei Woulley und die Hoffnungen bei Craigo liegen hoch.

  • 05

    Jul

    Am heutigen Donnerstag morgen sickerte durch, dass Das Team um Vijay Mallya erneut einen Fahrer unter Vertrag nahm.

    Zwar wird LamoTone “nur“ Ersatzfahrer für Serie 2, jedoch kann man sich denken, erhofft sich der Force India-Teamchef einiges von diesen Coup.

    Nachmittags kamen beide zusammen aus der Zentrale in Silverstone, nachdem man sich zu Freude aller auf die letzten Vertragsdetails einigen konnte.

    Auf die Frage von RTL, warum man sich für den Fahrer vom Bodensee entschied, sagte Mallya:„ Er besitzt eine sehr gute Pace, weiß wie man das Auto zu halten hat und kann mit Drucksituationen sehr gut umgehen. Da LamoTone aber nur bedingt in Serie 1 zu Einsatz kommt, geben wir ihm als Ersatzfahrer die Chance, nicht aus dem Rhythmus zu kommen.“

    „Natürlich erhoffen wir uns, dass er in seinen Einsätzen in die Punkte fährt. Den dies ist zumindest für diese Saison unser Augenmerk“, fügte Mallya hinzu.

    Die Frage, wieso die Wahl von LamoTone auf Force India fiel, beantwortete der Fahrer mit einem sympathischen Lächeln im Gesicht.

    „Mit Force India habe ich einen Rennstall gefunden, bei dem die „Pferde“ stimmen, um im Ernstfall unser und auch mein wahres Können zu zeigen.

    Zudem kann ich mich mit diesem Autos behaupten und mich natürlich auch mehr für die Serie 1 anbieten.“

    „Mit Icecuber_ und Green_Flash23 habe ich außerdem 2 Fahrer vor mir, die ich in vorherigen Rennevents und Trainingsessions privat kennen lernen konnte und die genauso wie ich immer das Maximum erreich wollen. Daher hoffe ich natürlich, dass wir uns gegenseitig mit Tipps weiterhelfen können und gemeinsam einiges mit diesem Team erreichen können.“


    Ich verlaufe des Abends kam durch ein Insider von RTL die Info durch, dass LamoTone bereits kommenden Sonntag beim Großen Preis von Belgien sein Debüt für Force India geben wird, da Icecuber_ bei einer Benifiz-Veranstaltung in Toronto ist und daher seine Teilnahme absagen musste.

    Daher kann man bereits gespannt sein, in wiefern LamoTone Force India dort schon helfen kann.


    Wir bleiben dran !

  • 03

    Jul

    Nun gut 3 Wochen nach den Vertragsunterschriften mit den jungen Fahrern Icecuber_ und Green_Flash23, was einige aufhorchen ließ, konnten wir Force-India-Teamchef Vijay Mallya am Rande einer Pressekonferenz fürs indische Fernseher für ein Kurzes Gespräch erwischen.

    Auf die Bitte, ein bisheriges Fazit zu ziehen, sagte Mallya:„ Nach dem katastrophalen Rennen in Österreich (Green_Flash23 Platz 14 mit +4 Runden, Ersatzfahrer Duesseldorf1993 mit DNF auf Platz 18) und dem mäßigem Ergebnis in Großbritannien (Icecuber_ Platz 10, Green_Flash23 Platz 14) waren sowohl wir als auch die Jungs nicht sehr zufrieden. Das Auto lief nicht ganz so wie erhofft, was wie bereits erwähnt, auch mir sauer aufstoß, dazu die Fehler aller in Österreich, die uns dort ein akzeptables Rennen verhinderten.

    Jedoch konnten wir aus beiden Rennen trotz der eher dürftigen Ergebnisse doch gute Daten vom Auto und den Fahrern bekommen und wussten, an welchen Schrauben wir die vergangene Woche zu drehen haben.

    Daher bin ich nun mit dem Ergebnis in Ungarn (Green_Flash23 Platz 8, Icecuber_ Platz 10) durchaus zufrieden, da sich beide Fahrer in den Punkten platzieren konnten und mir nach dem Ungarn-GP ein positives Feedback gaben und sagten, dass der Wagen Ihnen nun mehr zusagt.

    Ich denke also, das es nun in die richtige Richtung läuft und wir diesen Kurs bei behalten sollten.“


    Mit einem kleinen Augenzwinkern fügte Mallya noch hinzu:„ Außerdem ist die Eingewöhnungszeit der Jungs auch nun rum.“


    Damit verabschiedete sich der Force-India-Teamchef von uns und stieg vor dem Gebäude in ein Taxi.


    Am kommenden Sonntag gastiert die F1 wieder in Belgien und wir sind bereits jetzt gespannt, was Force-India dort liefern wird.

  • 11

    Nov

    Der achte Lauf der Challenger Series II auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya hätte nicht chaotischer, trauriger und fröhlicher sein können als ein teurer Tapas Abend im guten Lokal auf Las Ramblas.


    Zumindest, wenn man dort hört, dass es nicht zum 17. Mal am dritten Tag Paella gibt, dafür jedoch mit Broccoli gefüllten Blumenkohl, der dann aber ausverkauft ist und man sich nur noch volllaufen lässt. So ähnlich lief das Rennen von CraigoZ1. Nach einem DNF während der Safety Car Phase – das hat er tatsächlich geschafft – klopfte er bei Fortuna an der Tür, befriedigte sie französisch auf spanischem Grund und ruf somit ein Rennneustart hervor, bei dem er den sechsten Platz, und damit sein bestes Saisonergebnis, einfahren konnte.


    Woulley hingegen musste zuschauen. Bei der 15. Paella erlitt er anscheinend eine Lebensmittelvergiftung. Seine letzten bekannten Worte vor dem frühzeitigen Ausscheiden vor dem Renntag waren: „Diese flockenartigen Kräuter auf den Shrimps sind besonders lecker.“ Danach war er erst einmal nicht gesehen, weil er die Folgestunden nach dem Essen ein kleines Keramikzimmer bezogen hatte, in dem er nicht mehr brauchte als vier Wände, einen Thron und ungefähr 150 Rollen Toilettenpapier. „Ich habe an einem Tag fast so viele Körperflüssigkeiten verloren wie Craigo in seinem gesamten 14. Lebensjahr.“, stellte er am Abend nach dem Rennen fest. Die spanische Polizei fand später reihenweise abgelaufene Shrimps-Packungen im Restaurantmüll, datiert auf das Jahr 2016. Es ist unklar, ob die Gastronomie Schuld war oder jemand Fremdes, bei dem man nie erraten könnte, wer es war.


    CraigoZ1, auf jeden Fall, sah man an diesem Rennwochenende mit einem solch erheiterten Gemüt wie noch nie. Mit breiter Brust schlappte er durchs Paddock und war ausnahmsweise voller Euphorie gesprengt. ,,Spanien ist ein toller Ort. Ich mag die Strecke, ich mag das Essen und die Frauen sind hier mindestens so heiß wie Kscboys Hinterreifen in Runde vier.“, zeigte sich der Toro-Rosso-Mann gut gelaunt. Die Reporter waren sichtlich überrascht über die positive Stimmung beim allwöchentlichen Dauergriesgram und baten um Aufklärung. ,,Ich war die Woche sogar in Maranello bei Ferrari im Simulator. Ich habe dort mit dem Chefingenieur gearbeitet. Ich konnte eine Menge lernen und fühle mich vorbereitet. Außerdem herrscht durch Woulleys Abwesenheit eine bullenstarke Stimmung in der Garage.“, erklärte Craigo, der seinen Wagen im Quali auf Platz fünf stellte.


    Beim Start konnte er direkt einen Platz gutmachen, ehe er in Kurve eins zu früh einlenkte und sich den Flügel zerschrubbte. Ein Boxenstop in Runde eins und eine anschließende Aufholjagd auf den Mediums folgte. ,,Auf der härtesten Mischung hat sich das Auto anfangs wie eine Biergarnitur mit vier Rädern angefühlt. Der Pneu war da noch mindestens so hart wie ein Arbeitstag in Stalingrad. Aber hey, die Leute sagen ja immer, mit dem Alter kommt die Reife. Bei mir gilt: Mit dem Alter kommt der Reifen. Nach ein paar Runden hat der super funktioniert und ich war auf einmal auf P5.“


    Nach einem Renndrittel kam das Safety Car raus, das sich als suboptimal für die Rosso Strategen entpuppte. ,,Alle konnten einen frischen Satz Mediums aufziehen, wir hatten keinen übrig. Wir haben uns entschieden, ihn für Softs reinzuholen.“, erklärt Mattia Spini. Craigo fiel auf P8 zurück. Dann geschah etwas skurriles. Auf Start-Ziel fuhr Craigo in Icecuber rein und zerfetzte seine Radaufhängung: ,,Mir wurde gesagt, das Safety Car käme rein. Der Bernd wollte aber anscheinend noch eine Lila Rundenzeit setzen und blieb draußen. Ich war dann auf Vollgas, mein Auto wurde gedrosselt. Dann war es allerdings nicht mehr gedrosselt und ich bin in Icecuber rein. Der Lächerlichkeit dieser Szene zuschulden war ich nicht mal wirklich enttäuscht.“, beschreibt Craigo die Situation.


    Nach dem Safety-Car-Restart entschied sich die Serienleitung für einen Rennneustart. Das war Craigos Hoffnung: ,,Ich war zu dem Zeitpunkt schon Helbig und Kish in der Kommentatorenkabine besuchen. Dann habe ich die fröhliche Nachricht erfahren und bin direkt zu den Streckenposten gerannt. Ein Glück habe ich in meiner Jugend einen Kranführerschein gemacht. Ich hab den Marshall vom Sitz gerissen und meine blaue Göttin selbst zur Garage gebracht, damit die Mechaniker das Ding noch fix machen bis Rennstart.“, erzählt Craigo. ,,Damals war ich auch bekannt als CrainführerZ1.“ Eine riesige Pointe, für die er dann auch Applaus von den Journalisten bekommen habe. Zeitzeugen berichten von synchronem Stirnklatschen der Reporter.


    Ein erneuter Rennstart, diesmal halbe Renndistanz. Craigo erwischte einen schlechten Start und musste sich gegen Exhale geschlagen geben. Zwei Undercutversuche während des Rennens reichten nicht, um am Mercedes-Debütanten vorbei zukommen. In Runde 28 fuhr der Toro-Rosso-Pilot auf eine Vierergruppe auf, die um das Podium kämpfte. Force Indias Pro, Micha, Exhale und Kscboy allesamt duellierten sich beim Ausgang in Kurve zwei. Nicht mit der langsamen Geschwindigkeit rechnend fuhr der Rosso in Exhale hinein und beschädigte seinen Flügel. Ein erneuter Boxenstop ließ Craigo auf P9 zurück, allerdings kämpfte er sich auf frischen Supersofts bis Rennende noch auf Platz sieben vor und wurde nach einer Strafe Exhale's auf Position sechs gewertet. ,,Das Rennen war echt top, viele Duelle, viel Racing. Ein perfektes Auto. Schade um das Podium. Das Momentum werde ich nach Bahrain mitnehmen und dort hoffentlich weitermachen, wo ich aufgehört habe. Ich denke, dass Woulley mehr als motiviert in die Wüste anreisen wird, wenn er sieht, dass ich das beste Rennen eines Toro-Rosso-Fahrers aller Zeiten gefahren bin“, resümiert Craigo.


    Ein sichtlich blasser und Kohletabletten mampfender Woulley hatte sich derweil das Rennen aus seinem Keramikzimmer angesehen. Er konnte über dieses Urteil nur müde lächeln: „Er hat sich doch vor Glück noch mehr eingeschissen, als i… was weiß ich was.“ Woulley-Ersatz Buni schaffte es jedenfalls nicht, zusätzliche Punkte für die Faenzianer einzusammeln: „Bei ihm hat man die wahre Performance dieses Autos gesehen. Was ich da jede Woche schaffe, ist der Wahnsinn. Hoffentlich registriert unsere Führung das mal.“


    Nächste Woche trifft sich die Challenger Series II auf dem Bahrain International Circuit in Sakhir. Eine Strecke, die für Craigo eine Herausforderung darstellt. ,,Mein erster Sieg war in Bahrain. Das ist allerdings schon lange her. Damals mochte ich die Strecke. Mittlerweile finde ich das Kurvenlayout blöd. Ich werde sehen, was da abgeht, zum Glück ist Woulley dann wieder für Punkte zuständig.“