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  • 29

    Okt

    Am vergangenen Dienstag in Aserbaidschan erzielte Toro Rosso mit dem zweitplatzierten Woulley das beste Saisonergebnis. Craigo kratzte mit dem elften Rang an den Punkten.


    Nachdem Funkgate in Australien unterzeichneten beide Piloten für den Grand Prix im Land des Feuers ein Gentlemens Halt-die-Fresse-wenn-ich-fahre Agreement, was die Kommunikation in den Sessions drastisch reduzieren sollte. Craigo hatte sich zuvor beschwert vom Teamkollegen abgelenkt worden zu sein. Wie sehr dieser Vertrag fruchtete, zeigte sich bei Craigo in der ersten Qualirunde. Er verlor Grip in Kurve zwei und schlug in die Wand ein. Somit startete er als Letzter. ,,Also, allein der Gedanke, dass Woulley was sagen könnte, lenkt mich schon ab. Mein Fehler geht zu 100% auf seine Kappe. Ich weiß nicht, wie lange ich das noch aushalte. Da wäre heute ein Streckenrekord drin gewesen." Woulley, der sich auf Rang elf qualifizieren konnte, reagiert auf Nachfragen wegen seines Teamkollegen genervt: „Streckenrekord? Für die langsamste Runde dort?“


    Die Startphase verlief positiv, beide fuhren nach Runde Eins auf den Positionen Fünf und Acht. Craigo konnte LamoTone überholen und zwang sich selber dann in einen Fehler. ,,Ich konnte Lamo nach Start Ziel in einen Fehler drängen. Leider habe ich mich dann gefreut und vergessen, dass Kurve Zwei zeitnah naht. Habe mich verbremst und den Flügel abgeknabbert. Woulley hatte zu dem Zeitpunkt ein bisschen hart geatmet, dementsprechend war meine Konzentration komplett weg." Reaktion Woulley: „Ja, das ist meine Schuld. Ich bin es wahrscheinlich auch Schuld, wenn er beim Wichsen vom Bett fällt und sich die Nase bricht.“


    Später überholten die nach hinten gefallenen McLaren von Christopher und VeniVidiVici sowie Williams-Ersatzpilot Helbig die Nummer Zwei von Toro Rosso. ,,Ich muss glaub eingestehen, dass ich heute langsam war. Zwischen meiner Bestzeit und der von Rennsieger kscboy liegen vier Sekunden. Im Rennsport kann man da schon von einer Differenz sprechen." Franz Tost bestätigt nach dem Rennen: ,,Die Woche war er nicht im Simulator. Set-up Arbeit wurde auch keine geleistet. Ironischerweise war es bei Woulley nicht anders und der fährt uns hier auf's Podium. Zumindest entpuppt sich eine Fahrerverpflichtung diese Saison als richtig.“


    Sein erstes Podium der Saison wusste dann auch Woulley ordentlich zu feiern - mit einem Williams-Fahrer, dessen Name wegen Unwichtigkeit bereits in Vergessenheit geraten ist, auf dessen Einweihungsparty. Zuvor diktierte er noch in die Mikrofone: „Ich bin das wohl beste Rennen eines Toro-Rosso-Fahrers aller Zeiten gefahren. Ich habe keine Fehler gemacht und das Maximum aus dem Rennen herausgeholt.“ Schlüssel zum Erfolg war die Ein-Stopp-Strategie, bei der er 16 Runden auf Ultra und 35 Runden auf Soft unterwegs war. „Das war von vornherein so geplant. Es war auf keinen Fall so, dass ich gefahren bin und dann dachte: ,Ach guck mal, das geht! Mal gucken, was noch geht! Oh, ich könnte Dritter werden, jetzt ziehe ich durch!’ So war das echt nicht. Wirklich nicht. Das war eine geile Idee von mir. Vorher schon. Also echt jetzt.“


    Ganz anders das Rennresümee von Craigo: ,,Ich hatte kein Vertrauen in mich und das Auto, ich wollte einfach heile ankommen. Das habe ich erreicht. Trotzdem sollte Ankommen nicht das Ziel sein, sondern endlich mal den Teamkollegen zu schlagen und Punkte zu sammeln", sagte er mit motivierender Note. Auch Woulley sprach seinem Teamkollegen Mut zu: „Meine für den Erfolg wichtigsten Eigenschaften sind Bescheidenheit und Selbstkritik. Das sollte er sich mal von mir abschauen. Manche legen das zwar als Arroganz aus, aber das habe ich gar nicht nötig.“


    Das nächste Rennen wird auf dem Shanghai International Circuit in China ausgetragen. Die Charakteristik könnte kaum unterschiedlicher zu Aserbaidschan sein. Nach sechs Rennen befindet sich Toro Rosso auf Platz Drei der Konstrukteurswertung. Wann Craigo anfängt dazu beizutragen, bleibt vorab eine unbeantwortbare Frage.

  • 07

    Jun

    Der Überraschungsfahrer der aktuellen Saison Zoraaii soll nach Angaben einiger Insidern sein Cockpit nach dem Baku GP abgeben. Die Gründe sind noch nicht näher bekannt, allerdings wird gemutmaßt, dass der Grund etwas mit dem Vorfall in Montreal, dem großen Preis von Kanada zu tun hätte. Denn. Am vergangen Sonntag ereignete sich etwas ganz spezielles. Der Silberpfeilpilot, der in dieser Saison schon 3 Siege für das Team aus Brekley einfuhr, erreichte als erster Fahrer der Ligageschichte das wohl als unmöglich Gegoltene. Er fuhr vom letzten Platz aus nicht nur in die Punkte, nein! Er fuhr sogar bis vor auf dem ersten Platz. Journalisten von der ganze Welt feierten den 21 Jährigen als neuen Senna. Dennoch kam gestern Abend eine negative Stimmung auf, als es darum ging, die Strafen für das Rennen bekannt zu geben. Er und einige seiner Mitstreiter erhielten für das Überholen noch vor der Safetycarlinie 5 strafpunkte. Damit sind sie allein durch diese Strafe nicht für das Qualifing zugelassen, sondern sind nun auch stark gefährdet eine Rennsperre zu erhalten. Dadurch entstehe beim Fahrer Zoraaii eine massiver Leistungsdruck, mit dem der junge Fahrer nicht umgehen könne.


    Nach einer Pressekonferenz vergangen Mittwoch deutete der junge Fahrer zwar nicht direkt auf sein Kariereende, verneinte aber auch keiner der Fragen, die Ihm der Sportbild-Journalist Markus Dämpfling stellte. Grund für seinen möglichen Ausstieg könne der Hohe Druck sein, welcher auf Ihm lastet, da er von hinten startend in Baku erneut das komplette Feld einholen muss um den Anschluss zur Spitze der Fahrer-WM zu halten. Fragen, ob er sich um eine Rennsperre fürchte bestätigte der 21 Jährige Silberpfeilpilot. „Das sind läppische zwei Strafpunkte die genügen um mich aus dem Rennen zu verbannen. Da reicht schon ein - zwei Ausfälle der Onboardkamera und schwupps kannst du die Top 3 der WM abschreiben. Das ist eine enorme Belastung vor, im und nach dem Rennen“, so Zoraaii gegenüber der Presse.

    Anschließend kündigte Toto Wolff eine weitere Pressekonferenz in Baku am Freitag Mittag an. Dort sollen die Fragen um die Gerüchte beantwortet werden. Wolff stellte ebenso klar, dass er es sehr bedauere, würde unser junges Talent das Team verlassen. Er äußerte sich dennoch positiv zu den Äußerungen des Jungsprunds und sagte, dass er stehts hinter Ihm stehen würde und seine Entscheidungen akzeptiere.

    Wer ein möglicher Nachfolger für einen Platz bei den berühmt berüchtigten Silberpfeilen ergattert ist auch noch offen. Der ehemalige Stammfahrer Valteri Bottas, welcher durch Zoraaii ersetzt wurde, sagte in einem Interview mit den Kollegen von Sky Uk, dass er sich durchaus Vorstellen kann bei dem Team aus Breksley wieder zu Fahren.